Monatsarchiv: Mai 2009

Sonderausstellung 9.-24. Mai 2009, Mauthausen

Sonderausstellung im Museumsgebäude Mauthausen, Oberösterreich.

Diese Ausstellung erzählt die Geschichte gewöhnlicher Menschen, die etwas Außergewöhnliches vollbrachten. Obwohl sie keine Helden oder Märtyrer sein wollten, stellten sie sich als eine Minderheit einem mächtigen, gewalttätigen Terrorregime entgegen. Die Dokumentationsausstellung liefert einen Einblick in die Hintergründe der brutalen Verfolgung der Internationalen Bibelforschervereinigung und konfrontiert den Betrachter mit einigen erschütternden menschlichen Schicksalen.  

Gedenkfeier Mauthausen, 10. Mai 2009

Die diesjährige Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen in Oberösterreich im Mai 1945 stand im Zeichen des religiös motivierten Widerstandes gegen das Nazi-Regime. Der Obmann vom LILA WINKEL, Karl Hubmann, führte aus:

“Erinnern und Gedenken hat viele Gesichter! Eines davon trägt als Symbol den Lila Winkel das Häftlingszeichen für die Zeugen Jehovas in den Konzentrationslagern. Sie bildeten die einzige Häftlingsgruppe die nur aus religiösen Gründen – wegen ihres christlichen Glaubens – verfolgt wurde.

Diese friedliebenden Männer, Frauen und auch Kinder trafen bewusst die Entscheidung, sich dem NS-Regime unter dem Risiko ihres Lebens entgegenzustellen. Ihr Ziel war nicht die gewaltsame Veränderung der politischen Ordnung.  Es ging ihnen in ihrem religiös motivierten Gegenhandeln um die Möglichkeit uneingeschränkter Glaubensausübung und um die Treue zum[…]

  • Präsentation Mauthausen1 Broschüre JZ
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    Neuerscheinung: “Zeugen Jehovas im KZ-Mauthausen”, 9. Mai 2009

Neuerscheinung: “Zeugen Jehovas im KZ-Mauthausen”, 9. Mai 2009

Präsentation der Broschüre „Zeugen Jehovas im KZ-Mauthausen – Widerstand aus religiöser Überzeugung“, Heide Gsell und Timon Jakli

Etwa 450 Zeugen Jehovas aus ganz Europa waren im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Nebenlagern interniert. Ihre Lebens- und Haftbedingungen, aber auch die Formen des Überlebens und Widerstands im Lager wurden anhand von Dokumenten und Erinnerungsberichten ehemaliger Häftlinge aufgearbeitet.

Viele Zeugen Jehovas, die auch in anderen Lagern inhaftiert waren, bezeichneten Mauthausen als das Schlimmste aller Lager. Zu dieser Einschätzung trug nicht nur der erbarmungslose harte  Winter 1939/40 mit Extremtemperaturen von bis zu -40°C bei, sondern auch die allgemein bekannten schlimmen Lebens- und Ernährungsbedingungen sowie die harte Arbeit im Steinbruch und der Lageraufbau in Gusen. Dazu kamen die immer wiederkehrenden Verhöre und Zuchtmaßnahmen der SS aufgrund[…]

Gedenkfeier, Gusen, Oberösterreich, 9. Mai 2009


„Zeugen Jehovas: Widerstand von der ersten Stunde an“

Bei der diesjährigen Gedenkfeier wurde auch der Opfer der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas gedacht. Im Hof des Krematoriums in Gusen sang der Chor der Zeugen Jehovas.

Gedenkrede: Karl Hubmann, Obmann des Vereins LILA WINKEL  

  • Heidi Gsell Universität Linz1
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    Internationales Symposium, Johannes Kepler Universität Linz

  • Referentin Heidi Gsell, Universität Linz

Internationales Symposium, Johannes Kepler Universität Linz

Referat Heide Gsell: Zeugen Jehovas im KL Mauthausen. Widerstand aus religiöser Überzeugung