Monatsarchiv: Juni 2013

Für die Welt sind wir lebendig tot

Für die Welt sind wir lebendig tot – Jehovas Zeugen aus Molln widerstehen dem NS-Regime

Roland & Claudia Donabauer

 

Neun Namen standen im Jahr 2000 am Anfang unserer Recherchen. Neun Namen – keine Gesichter, keine persönlichen Angaben und nur geringfügiges Wissen über die Leiden der durch die NS-Gewaltherrschaft Verfolgten – ließen unseren Auftrag, für das Geschichtsarchiv von Jehovas Zeugen in Wien nähere Informationen über diese Personen zu sammeln, zunächst leicht und oberflächlich erscheinen.

Doch bereits die ersten Gespräche mit den Kindern der Verfolgten offenbarten deutlich, welch tiefe Spuren die Verschleppung der Eltern bei ihnen hinterlassen hatten. Das große Unrecht, das diesen unschuldigen Familien zugefügt wurde, kam deutlich zutage und motivierte uns, ihr Schicksal ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Außerdem wollten wir[…]

Jehovas Zeugen im KZ Mauthausen

Jehovas Zeugen im KZ Mauthausen – Widerstand aus religiöser Überzeugung

von Heide Gsell und Timon Jakli

Etwa 450 ZeugInnen aus ganz Europa waren im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Nebenlagern interniert. Ihre Lebens- und Haftbedingungen, aber auch die Formen des Überlebens und Widerstands im Lager werden anhand von Dokumenten und Erinnerungsberichten ehemaliger Häftlinge aufbereitet. Ausgewählte Biographien vermitteln ein umfassenderes Bild über das Leben und die Verfolgung der damaligen BibelforscherInnen, deren tragischen Endpunkt die Haft in Mauthausen oft darstellte.

Die Zeugen Jehovas blieben auch unter Extremverhältnissen ihren aus der Bibel entnommenen Grundsätzen treu und handelten gemäß ihrem Gewissen. Sie schöpften daraus die nötige Kraft zum gewaltlosen Widerstand gegen das NS-Regime und zur Bewahrung ihrer Integrität.

Broschüre 48 Seiten, 2009