Monatsarchiv: September 2017

Zeiner Franz

Geboren am: 23. Jänner 1909 in Zeltweg, Steiermark, Österreich
Gestorben am: ?, hingerichtet
Franz Zeiner wurde im katholischen Glauben erzogen. Im Jahre 1933 wurde er durch einen Vortrag auf die Lehre der “Ernsten Bibelforscher” aufmerksam. Er wurde ein eifriger Anhänger dieser Lehre.

Am 22.1.1940 wurde er gemustert und für tauglich, Ersatzreserve I, befunden und am 17.4.1940 zum Inf. Ersatz Batl. I/482 in Mistelbach für den 20.4.1940 einberufen. Dieser Einberufung leistete er keine Folge. Er schrieb am 20. 4. an das Wehrmeldeamt Wien X, dass er als wahrer Christ, d.h. als Christi Nachfolger, keine Waffe tragen könne und dürfe. Gott verbiete zu töten. Er habe gelobt, den in der Heiligen Schrift festgelegten Willen Gottes zu tun.

Franz Zeiner wurde erneut zum Wehrmeldeamt vorgeladen. Dort[…]

Korb Franz

Geboren am: 6. Februar 1900 in St. Nikolai/Leibnitz, Steiermark, Österreich
gestorben am: 19. Jänner 1940 in Berlin Plötzensee, enthauptet
Stand: ledig
Beruf: Kutscher
zuletzt wohnhaft: Graz-Eggenberg, Baiernstraße 14

Franz Korb wird im Oktober 1939 verhaftet und nach Berlin gebracht. Am 6.12.1939 wird er wegen Wehrdienstverweigerung vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 10. Jänner 1940 um 9.30 Uhr in das Zuchthaus Berlin-Plötzensee eingeliefert, wo er am 19. Jänner enthauptet wurde.

Quellen:
Meldekartei Graz
“Buch der Urteile” Militärhistorisches Archiv Prag (MAP)
Vogl, Friedrich: Widerstand im Waffenrock, Europaverlag Wien, 1977, S 172
Totenliste der Wachtturmgesellschaft aus dem Jahr 1947

Klug Franz

Geboren am: 26. August in Rassach, Steiermark, Österreich
gestorben am: 20. Jänner 1942, vergast im Schloss Hartheim

zuletzt wohnhaft in Graz-Eggenberg, Fürstenwarteweg 10
Beruf: Hilfsarbeiter
verheiratet mit: Maria, 26. Oktober 1925

Franz Klug wurde am 15. April 1941 verhaftet und am 7. Juli in das KZ Dachau überstellt. Seine Häftlingsnummer war 26614.
Am 20.1.1942 wurde er mit dem “Invalidentransport” nach SCHLOSS HARTHEIM überstellt, wo er noch am selben Tag vergast wurde.

Quellen:
Archiv Dachau
Meldekartei Graz
Totenliste der Wachtturmgesellschaft aus dem Jahr 1947

Wohinz Eduard

geboren: am 4. August 1898 in Laibach (Jugoslawien)
Vater: Johann Wohinz
Mutter: Anna Wohinz
gestorben: am 3. März 1942 (lt. Melderegister am 30. Mai 1942), im Schloss Hartheim vergast
kein Foto vorhanden

Eduard Wohinz wurde am 4. August 1898 in Laibach geboren. Seine Mutter hieß Anna und sein Vater Johann. Über seine Kindheit ist nichts bekannt. Welchen Beruf er erlernte ist ebenfalls nicht gesichert, er wird von Zeitzeugen als Lehrer bezeichnet, im Melderegister steht Handelsangestellter. Ab März 1930 wohnte er in der Schubertstraße 35, heute Weissenkircherstraße 35 in Graz- Eggenberg bei seiner Lebensgefährtin Elfriede Bayer, geb. 1.1.1901 in Laibach. Die Gemeinschaft blieb offensichtlich kinderlos.
Er wurde evangelisch getauft, konvertierte wahrscheinlich Anfang der 1930er Jahre zu den Bibelforschern, wie Zeugen Jehovas damals noch genannt wurden. Er[…]