Wohnort: Knittelfeld

Die Bevölkerung musste ihre Übereinstimmung mit dem neuen Regime Ausdruck verleihen. So wurde von den Leuten verlangt, ihre Fenster mit der Hakenkreuzfahne zu schmücken.
Elise Altenbuchner, die in der Kleinstadt Knittelfeld lebte, hatte eine Wohnung an der Straßenseite. Örtliche Vertreter des Regimes traten immer und immer wieder mit der Aufforderung an sie heran, die Hakenkreuzfahne aus ihrem Fenster zu hängen. Sie wurde darauf aufmerksam gemacht, dass sie sonst die ganze Nachbarschaft gegen sich haben werde. Offensichtlich stand sie einer geschlossenen Front gegenüber. Doch aus Gewissensgründen entschloss sie sich, keine Fahne hinauszuhängen.

Die Folgen: Aufgrund eines Gerichtsbeschlusses musste sie die Wohnung an der Straßenfront aufgeben, und es wurde ihr eine auf der Hofseite zugewiesen. Dort wurde das Hinaushängen einer Fahne nicht verlangt. Das war eine Lösung, mit der sie nicht gerechnet hatte.

Quelle: Jehovas Zeugen in Europa Geschichte und Gegenwart Band 3 Seite 407
ISBN: 978 3-643-14127- 9