Schunko Johanna

Geboren am:  3. April 1868 in St. Martin Pettau, Jugoslawien
Wohnhaft: Graz Grünegasse 43; ab 1945 Lendplatz 28 bei Florian
Heirat: 1909, Mann starb 1917 im 1. Weltkrieg
Verstorben 17.11.1948
Tochter: Maria Schunko (gestorben 1942 im KZ Nebenlager Bernburg)

Vater:
Mutter: Johanna Sagaischek

Verhaftet 7.11.1939 19 Uhr – 14.12.1939

 

Geheime Staatspolizei, Staatspolizeistelle Graz am 14. 11.1939 B,Nr. 2265/39 II B
Schlussbericht:

Bei den am 8.11.1939 vom Gefertigten an Ort und Stelle gepflogenen Erhebungen wurde folgendes festgestellt.
Die Witwe Johanna Schunko, Olga Siak, Josefine Rainer und Johann Haring betätigen sich schon seit Jahren aktiv für die verbotene Sekte der internationalen Bibelforschervereinigung. Bis zum Verbote der Sekte wurden von diesen Personen die Versammlungen der Bibelforscher besucht. Seit dem Verbote der I.B.V. setzten die Beschuldigten ihre Tätigkeit für die verbotene Sekte dadurch fort, […]

Siak Olga, verehel. Haring

geboren am: 28. Dezember 1906 in Graz, Steiermark, Österreich
Eltern: Hans & Theresia Siak geb. Kienbacher
Ziehmutter: Johanna Schunko
Heirat: 1948 mit Johann Haring
Verstorben: 21.09.1990

Verhaftung 7.11.1939 16 Uhr bis 14.12.1939

Auszug aus der persönlichen Niederschrift von Olga Haring (geb. Siak) 9. März 1971

Meine Mutter prägte mir als Kind ein „Gott zu fürchten“. Schon in der Volksschule wünschte ich mir sehnsüchtig eine Bibel, eine dicke große Bibel, wie ich sie in dem Schaufenster einer Buchhandlung immer wieder betrachtete. Mein Vater versprach mir diesen Wunsch bei Gelegenheit zu erfüllen. Als ich über diese Sache einmal zu meinem Religionslehrer sprach, wurde er sehr zornig und brüllte mich an: „Das Lesen und Forschen in der Bibel komme einem Zweifel an der Autorität der […]

Neue Ausstellung in der Gedenkstätte Auschwitz

ERÖFFNUNG 4.10.2021 in Auschwitz – Ausstellung der Republik Österreich

Am Montag, dem 4. Oktober 2021 wurde in Auschwitz die neugestaltete Ausstellung der Republik Österreich eröffnet.

In der Ausstellung findet der Lebensbericht von Maria Moser, die der Opfergruppe der Zeugen Jehovas angehörte, Erwähnung. Ihre Geschichte ist hier nachzulesen.

Gedenkveranstaltung BRETSTEIN, 26. Juni 2021

Auf einer Überstellungsliste von Häftlingen vom 5. Juni 1943 vom KZ Mauthausen in dieses KZ-Außenlager Bretstein werden 10 Personen namentlich angeführt:
4 Spanier und 6 Bibelforscher, davon 3 Deutsche und 3 Österreicher.

Einer von ihnen war der am 15. Oktober 1905 in Stans in Tirol geborene Josef Obrist, verheiratet und Vater von fünf Kindern.
Josef Obrist und seine Familie schlossen sich 1935 den Bibelforschern an. Daraufhin wurden sie wegen ihrer Religion angepöbelt und es wurde zunehmend schwieriger für ihn Arbeitsaufträge als Wagnermeister zu erhalten.
Am 25. Jänner 1939 wurde Josef Obrist wegen Wehrdienstverweigerung verhaftet und nach zwei Monaten im Polizeigefängnis Innsbruck in das KZ Dachau überstellt.
Per Gerichtsbeschluss wurden Josef und Notburga Obrist die Erziehungsberechtigung für alle Kinder im Juli 1939 mit der Begründung […]

Stolperstein für Franz Korb

STOLPERSTEINVERLEGUNG IN GRAZ – 22. Oktober 2020, 19 Uhr, Graz-Eggenberg Baiernstraße 14

Franz Korb, geb. 1900, wurde am 11.2.1938 in Graz verhaftet. Nach Monaten im Gefängnis erfolgte die Anklage am 25.10.1939. Er gehört damit zu den ersten Zeugen Jehovas, die wegen Wehrdienstverweigerung unmittelbar nach Kriegsbeginn angeklagt wurden. Nach seiner Überstellung nach Berlin wurde er am 6.12.1939 vom Reichskriegsgericht wegen Eidesverweigerung zum Tode verurteilt und am 10.1.1940 in das Zuchthaus Berlin-Plötzensee eingeliefert, wo am 19.1.1940 die Hinrichtung durch Enthauptung erfolgte.

In Erinnerung an seinen mutigen Glauben wurde bei seinem letzten Wohnort ein Stolperstein verlegt.

  • Leoben2 2020  (2)
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    Eine Wanderausstellung „Österreichische Freiheitsfront Leoben-Donawitz“ ­– Widerstand in der Steiermark, Leoben 1938–1945″

Eine Wanderausstellung „Österreichische Freiheitsfront Leoben-Donawitz“ ­– Widerstand in der Steiermark, Leoben 1938–1945″

Eine Wanderausstellung „Österreichische Freiheitsfront Leoben-Donawitz“ ­– Widerstand in der Steiermark, Leoben 1938–1945″

gestaltet von Studierenden der TU Graz
LEOBEN, GRAZ. Wie hat Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Steiermark ausgesehen? Wie in Leoben? Und was können angehende Architekten dazu beitragen?
Am Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz hat sich eine Gruppe Studierender intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Zum Jubiläum “75 Jahre Befreiung von Österreich” werden die Ergebnisse ihrer Recherche und Analyse in einer von ihnen kuratierten und gestalteten Ausstellung auch in Leoben zu sehen sein.

 

https://www.meinbezirk.at/leoben/c-lokales/oesterreichische-freiheitsfront-leoben-donawitz-widerstand-in-der-steiermark-leoben-19381945_a4102413

Termine der Wanderausstellung:
Deutschlandsberg, Hauptplatz (am Grünstreifen): 9. bis 21. Juni
Leoben, Hauptplatz (beim Durchbruch): 23. Juni bis 5. Juli
Graz, Universalmuseum Joanneum, Sackstraße 16 (im Durchgang): 7. bis 19. Juli
Eisenerz, Theodor-Körner-Platz (tbc): 18. bis 30. August

GEDENKVERANSTALTUNG am 6.12.2019 in 9210 TECHELSBERG


ERINNERUNG – VERANTWORTUNG FÜR GENERATIONEN

Datum: 6. Dezember 2019, 17 Uhr

Ort: Fremdenverkehrsamt Töschling 21 in Techelsberg, Kärnten

Gedenkveranstaltung an die wegen ihres Glaubens in Berlin Plötzensee hingerichteten Zeugen Jehovas

Grußworte: Bürgermeister Johann Koban
Es war ein historischer Moment, als im Mai 2017 die Gedenktafel hier in der Gemeinde errichtet wurde. Heute gedenken wir wieder der hingerichteten Zeugen Jehovas, die eigentlich nichts anderes gemacht haben, als an ihren Glauben geglaubt haben.

Ansprache: “Praktizierendes Christentum selbst angesichts des Todes: Zeugen Jehovas in der NS-Zeit”
Mag. Dr. Josef Schneeweiß, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
In allen Geschichtsbüchern ist zurecht von der Verfolgung und Vernichtung von Millionen Juden in der NS-Zeit zu lesen. In wenigen von der Verfolgung und Ermordung der Zeugen Jehovas. Wieso das? Weil sie eine Minderheit […]

Bürger Hermann

Geboren am: 7. April 1890
Verheiratet mit: Maria Wohlfahrt, geb. 23.3.1895
Verstorben am: kurz nach der Befreiung aus dem KZ Dachau

Franz Wohlfahrt beschreibt Hermann Bürger:
Er war ein heiterer, glücklicher Mensch. Er war ein guter Musiker, der sowohl Ziehharmonika als auch Trompete spielte.
Hermann Bürger wurde 1944 verhaftet und nach Dachau gebracht. Er überlebte zwar die Lagerzeit, starb jedoch kurz nach der Befreiung an einer Krankheit, die er sich dort zugezogen hatte.

Kasperkowitz Alois

Geboren am:

Alois Kasperkowitz wurde am 5. März 1942 vom Sondergericht Wien wegen “Wehrkraftzersetzung” zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt und als “Kriegstäter” festgesetzt. Der Ankläger hatte ihm vorgeworfen, in den Jahren 1940 und 1941 in Wien mit einem Setzkasten Handzettel mit biblischen Botschaften hergestellt und sie auf der Straße verteilt, an Häuser geklebt und in Briefkästen in verschieden Stadtbezirken Wiens gesteckt zu haben.

Einen Monat nach seiner Verurteilung wurde er am 4. April 1942 in das Lager Rollwald gebracht. Dort blieb er jedoch nur wenige Wochen.

Am 18. Mai 1942 verlegte man ihn weiter in das Zuchthaus Sieburg und später in die Zuchthäuser Waldheim (Sachsen). Am 23. September 1943 verschleppte ihn die Gestapo aus der Strafhaft in das Konzentrationslager Buchenwald.

 

Quelle: Das Lager […]

Dorner Franz

Geboren am: 4. Jänner 1898 in Manessen/Steindorf, Kärnten, Österreich

Gestorben am: 25. Juni 1945 (Todesurache: Krankheit)

Geschwister: Anton, geb. 6. Mai 1891 (gestorben im KZ Dachau)

 

Franz Dorner und sein Bruder Anton wurden von der Gestapo bereis im April 1938 vorgemerkt, da sie sich bei der damaligen Volksabstimmung nicht beteiligen. Damals wurden zwar noch nicht bestraft, aber man wurde auf sie aufmerksam und beobachtete sie.

Zusammen mit seinem Bruder Anton wurden sie dann im März 1943 von der Gestapo abgeholt. Sie kamen zuerst in das Polizeigefängnis nach Klagenfurt und wurden am 15.5.1943 in das KZ Dachau eingeliefert. Franz erhielt die Häftlingsnummer 47852 und verstarb kurz nach der Befreiung am 25. Juni 1945.

Franz Wohlfahrt erzählt von Franz Dorner:

“Franz war […]