Bürger Hermann

Geboren am: 7. April 1890
Verheiratet mit: Maria Wohlfahrt, geb. 23.3.1895
Verstorben am: kurz nach der Befreiung aus dem KZ Dachau

Franz Wohlfahrt beschreibt Hermann Bürger:
Er war ein heiterer, glücklicher Mensch. Er war ein guter Musiker, der sowohl Ziehharmonika als auch Trompete spielte.
Hermann Bürger wurde 1944 verhaftet und nach Dachau gebracht. Er überlebte zwar die Lagerzeit, starb jedoch kurz nach der Befreiung an einer Krankheit, die er sich dort zugezogen hatte.

Kasperkowitz Alois

Geboren am:

Alois Kasperkowitz wurde am 5. März 1942 vom Sondergericht Wien wegen “Wehrkraftzersetzung” zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt und als “Kriegstäter” festgesetzt. Der Ankläger hatte ihm vorgeworfen, in den Jahren 1940 und 1941 in Wien mit einem Setzkasten Handzettel mit biblischen Botschaften hergestellt und sie auf der Straße verteilt, an Häuser geklebt und in Briefkästen in verschieden Stadtbezirken Wiens gesteckt zu haben.

Einen Monat nach seiner Verurteilung wurde er am 4. April 1942 in das Lager Rollwald gebracht. Dort blieb er jedoch nur wenige Wochen.

Am 18. Mai 1942 verlegte man ihn weiter in das Zuchthaus Sieburg und später in die Zuchthäuser Waldheim (Sachsen). Am 23. September 1943 verschleppte ihn die Gestapo aus der Strafhaft in das Konzentrationslager Buchenwald.

 

Quelle: Das Lager[…]

Dorner Franz

Geboren am: 4. Jänner 1898 in Manessen/Steindorf, Kärnten, Österreich

Gestorben am: 25. Juni 1945 (Todesurache: Krankheit)

Geschwister: Anton, geb. 6. Mai 1891 (gestorben im KZ Dachau)

 

Franz Dorner und sein Bruder Anton wurden von der Gestapo bereis im April 1938 vorgemerkt, da sie sich bei der damaligen Volksabstimmung nicht beteiligen. Damals wurden zwar noch nicht bestraft, aber man wurde auf sie aufmerksam und beobachtete sie.

Zusammen mit seinem Bruder Anton wurden sie dann im März 1943 von der Gestapo abgeholt. Sie kamen zuerst in das Polizeigefängnis nach Klagenfurt und wurden am 15.5.1943 in das KZ Dachau eingeliefert. Franz erhielt die Häftlingsnummer 47852 und verstarb kurz nach der Befreiung am 25. Juni 1945.

Franz Wohlfahrt erzählt von Franz Dorner:

“Franz war[…]

Dorner Anton senior

Geboren am: 6. Mai 1891 in Manessen/Steindorf, Kärnten, Österreich

Verheiratet mit: Anna geb. Hintermann

Kinder: Anton jun. 28.4.1923, Katharina

Gestorben am: 23. Dezember 1944 im KZ Dachau (Todesurache: Krankheit)

Geschwister: Franz, geb. 4. Jänner 1898

 

Anton Dorner und sein Bruder Franz wurden von der Gestapo bereis im April 1938 vorgemerkt, da sie sich bei der damaligen Volksabstimmung nicht beteiligen. Damals wurden zwar noch nicht bestraft, aber man wurde auf sie aufmerksam und beobachtete sie.

Anton Dorner sen. war verheiratet und hatte 2 kleine Kinder. Anton sen. und Anna ließen sich 1924 scheiden. Anton jun. kam zu den Eltern von Anna. 1938 versöhnten sich seine Eltern wieder und er kehrte zu ihnen zurück.

Anna war eine heftige Gegnerin der Zeugen Jehovas und ärgerte[…]

Kraupa Ferdinanda

Geboren am: 18. März 1896 in Wien, Österreich
Mädchenname: Matschek
Verheiratet mit: Franz Robert Kraupa, geb. 6. Mai 1901
Gestorben am: 22. August 1963

Ferdinanda Kraupa, geborene Matschek, wird am 18. März 1896 in Wien geboren. Über ihre Kindheit und ihre Familie gibt es nur mündliche Überlieferungen von Personen, die sie kannten. Ihr Vater soll Kurier beim Kaiser gewesen sein, weshalb sie im Reichskanzleitrakt der Wiener Hofburg aufwächst.
Ferdinanda besucht in Wien die Volks-, Bürger- und Handelsschule. Danach ist sie von 1914-1918 als Beamtin im Wiener Postsparkassenamt angestellt. Anschließend ist sie im Haushalt ihrer Eltern tätig.
1922 wird sie eine Zeugin Jehovas.
1933 heiratet sie den am 6. Mai 1901 geborenen Zeugen Jehovas Franz Kraupa und wohnt mit ihm in Berndorf, Alois[…]

Kraupa Franz Robert

Geboren am: 6. Mai 1901
Verheiratet mit: Ferdinanda Kraupa, geb. Matschek, geb. 18.3.1896 in Wien
Gestorben am: im Jahr 1991
Wohnort: bis 1945 Berndorf, Alois Rotterstraße 4, nach 1945 Berndorf und Baden/Wien

Gefängnisaufenthalte:
Vor März 1938             bereits drei Mal verhaftet, aber nie angeklagt
21. Juni 1940               zusammen mit seiner Frau von Gestapo verhaftet
31. Juli 1940 bis 28. Februar 1941 Landesgericht Wien
März 1941 bis März 1943                 Gefangenenlager Rodgau-Dieburg/Darmstadt
1.4.1943 bis Juni 1943 Polizeigefängnis Wien
19. Juni 1943 bis 28./31. Okt. 1943 Konzentrationslager Dachau; Nr.48501
28./31. Okt. 1943 bis 6. Nov. 1943 Konzentrationslager Buchenwald, Nr. 31339
6. Nov. 1943 bis März 1945             Konzentrationslager Buchenwald/Kommando Dora
Ende März 1945 Strafversetzung nach Osterude/Harz
Todesmarsch Richtung Celle

Franz Kraupa besuchte 4 Klassen Volksschule und 4 Klassen Untermittelschule in Berndorf, anschließend das[…]

Stolpersteinverlegung für Rudolf Hart

STOLPERSTEINVERLEGUNG am 20. September 2019 um 17 Uhr in Graz, Triesterstraße 85
in Zusammenarbeit mit Gunther Demnig und dem Verein für Gedenkkultur in Graz, Obfrau Mag. Daniela Grabe

Rudolf Hart wurde am 4. Jänner 1913 in Graz geboren und wohnte in der Triesterstraße 85 in der elterlichen Wohnung.
Im Jahr 1932 trat er aus der katholischen Kirch aus und schloss sich den “Bibelforschern” an. Am 8.12.1939 wurde er verhaftet. Nachdem er 3 Monate im Landesgericht Graz verbracht hatte wurde er am 29.2.1940 in das KZ Sachsenhausen überstellt. Seine Häftlingsnummer war 20476.
Er verstarb am 24.9.1942 in diesem KZ.

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    Gedenkfeier 15. Juni 2019 im KZ-Nebenlager Bretstein, Obersteiermark

Gedenkfeier 15. Juni 2019 im KZ-Nebenlager Bretstein, Obersteiermark

Termin: Samstag, 15. Juni 2019 um 11 Uhr
Gedenkrede für die Opfergruppe: Johann Madl

Die Glaubensgemeinschaft gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus.
Das konsequente Leben christlicher Werte machte Jehovas Zeugen zu Widerständlern des NS-Regime, das absoluten Gehorsam forderte.

o Jehovas Zeugen waren Wehrdienstverweigerer
o sie grüßten nicht mit Heil Hitler
o sie verbreiteten illegal Schriften – wie den Wachtturm – der die Gräuel der Nazi gegen sie und auch gegen Juden bloßstellte
o sie verweigerten die Mitarbeit in der Kriegsindustrie
o Zeugen Jehovas waren 1939 die ersten, die wegen Wehrdienstverweigerung hingerichtet wurden

An einem Gedenktag, wie dem heutigen, denkt man an den christlichen Bekennermut dieser Menschen. Doch ganz langsam und schleichend bemerkt man, dass der Umgang mit Minderheiten wieder rauer wird. Das konsequente Leben und Bekennen[…]

Internationale Gedenkfeier Mauthausen 5. Mai 2019

Jehovas Zeugen waren in diesem Lager Opfer einer menschenverachtenden Terrorherrschaft. Sie litten und starben für ihre tiefe christliche Überzeugung. Der Bibelspruch “Für alles bin ich stark, durch den, der mir Kraft verleiht” war ihr Leitmotiv und gab ihnen die Stärke ihren Glauben zu bewahren.

Delacher Helene

Geboren am: 25. August 1904 in Burgfrieden (Lienz), Österreich
Wohnhaft: Leisach, Hall in Tirol, Innsbruck Mitterweg 6
Lebenspartner: Alois Hochrainer
Gestorben am: 12. November 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet

Helene Delacher besuchte in Leisach bei Lienz die Volksschule und arbeitete bis 1930 bei ihren Eltern in der Landwirtschaft in Osttirol. Anschließend war sie vier Jahre als Küchenmädchen im Krankenhaus Hall tätig. Von 1934 bis 1937 war sie arbeitslos. Ab 1941 stand sie als Aufräumerin in Diensten der Stadt Innsbruck.

Im März 1936 lernte sie den Südtiroler Alois Hochrainer kennen, mit dem sie von Dezember 1937 bis Februar 1943 in einem gemeinsamen Haushalt in Innsbruck lebte. Sie gaben einander ein „Treueversprechen“ vor der Versammlung der Zeugen Jehovas. Dies ließe sich aus der Verfolgungssituation heraus erklären, wo[…]