Renner Hermann

geboren am: 1932
Eltern: Maria und Matthias Renner
Wohnort: Strasswalchen bei Salzburg

Bericht von Hermann:
Da meine Eltern, Maria und Matthias Renner, schon seit etwa 1930 Zeugen Jehovas waren, wurde ich bei meiner Geburt nicht mehr katholisch getauft. Wir lebten auf dem Lande, in Strasswalchen, einem kleinen Ort, 30 km von Salzburg entfernt.
Mein Vater war Zimmermann von Beruf, nebenher hatten wir eine kleine Landwirtschaft. In der Umgebung gab es eine kleine Gruppe von Zeugen Jehovas, die überwiegend aus Familienangehörigen meines Vaters bestand. Bei uns zu Hause fanden häufig Zusammenkünfte und biblische Vorträge statt.

Am 23. Jänner 1940 wurden meine Eltern und sieben Verwandte, fünf Männer und vier Frauen, bei einr größeren Gestapo-Aktion verhaftet. Sie waren keine Kriegsdienstverweigerer, sondern wurden eingesperrt, einzig allein, weil sie […]

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    Stolperstein in Graz für Johanna Schunko und Olga Siak Haring

Stolperstein in Graz für Johanna Schunko und Olga Siak Haring

STOLPERSTEINVERLEGUNG am 23. Oktober 2021 in Graz, Grüne Gasse 43
in Zusammenarbeit mit Gunther Demnig und dem Verein für Gedenkkultur in Graz, Obfrau Mag. Daniela Grabe

Johanna Schunko wurde 1868 geboren. Im Jahr 1932 besuchte sie mit ihrer Tochter Maria erstmalig Vorträge der Bibelforscher. In ihrer Wohnung fanden ab 1935 immer wieder religiöse Treffen statt, um in der Bibel zu lesen. Im November 1939 wurde die bereits 71jährige Johanna Schunko mit ihrer Ziehtochter Olga verhaftet. Sie wurden schon längere Zeit beobachtet und schließlich wegen ihrer Bibeltreffen angezeigt. Lebensbericht Johanna Schunko

Olga Siak, verehel. Haring, wurde 1906 geboren. Nach einer sehr schweren Kindheit – Mutter und Vater starben bevor Olga 12 Jahre alt war. Die Jahre danach […]

Schunko Johanna, geb. Sagaischek

Geboren am:  3. April 1868 in St. Martin Pettau, Jugoslawien
Wohnhaft: ab 1926 Graz Grünegasse 43; ab 1945 Graz Lendplatz 28 bei Florian
Vater:
Mutter: Johanna Sagaischek
Ziehmutter für Olga Siak (Lebensbericht: Olga Siak Haring)
Beruf: Haushalt
Heirat: 1909 mit Michael Schunko; er starb 1917 im 1. Weltkrieg
Tochter: Maria Schunko, geb. 1907 (gestorben 1942 im KZ Nebenlager Bernburg)

Religion: 1932 Austritt aus der röm.kath. Kirche, Zeugin Jehovas

Verstorben 17.11.1948

Verhaftet 7.11.1939 19 Uhr – 14.12.1939 im Polizeigefangenenhaus Graz Paulustor und Landesgericht Graz

Stolpersteinverlegung: 23. Oktober 2021, Graz, Grüne Gasse 43

 

Johanna wurde 1868 in der damaligen Südsteiermark in Pettau (heute Ptuj in Slowenien) geboren und wuchs dort auf und besuchte nur die VOlksschule. Ab dem 9. Lebensjahr wurde sie von ihrer Tante Anna Mark […]

Siak Olga, verehel. Haring

geboren am: 28. Dezember 1906 in Graz, Steiermark, Österreich
Eltern: Hans & Theresia Siak geb. Kienbacher
Ziehmutter: Johanna Schunko (Lebensbericht)
Wohnort: Graz, ab 1934 Grünegasse 43 bei Johanna Schunko, ab 1945 Graz, Lendplatz 28
Beruf: Näherin
Religion: konvertiert zu den Zeugen Jehovas am 5.9.1936 (Taufe in Luzern)
Heirat: 1948 mit Johann Haring
Verstorben: 21.09.1990

Stolpersteinverlegung: 23. Oktober 2021, Graz, Grüne Gasse 43

Verhaftung: 07.11.1939 16 Uhr bis 14.12.1939, Polizeigefängnis Graz Paulustor und Landesgericht Graz

Kindheit und Jugend
Olga wurde am 28.12.1906 in Graz geboren. Sie besuchte die Volksschule und danach die 2jährige Bürgerschule. Olgas Eltern Hans (Tischlergehilfe) und Theresia Siak erzogen Olga nach strengen Grundsätzen. Ihre Eltern waren keine Kirchgänger, aber dennoch halfen sie ihrer Tochter an Gott zu glauben und Olga ging als Kind auch […]

Neue Ausstellung in der Gedenkstätte Auschwitz

ERÖFFNUNG 4.10.2021 in Auschwitz – Ausstellung der Republik Österreich

Am Montag, dem 4. Oktober 2021 wurde in Auschwitz die neugestaltete Ausstellung der Republik Österreich eröffnet.

In der Ausstellung findet der Lebensbericht von Maria Moser, die der Opfergruppe der Zeugen Jehovas angehörte, Erwähnung. Ihre Geschichte ist hier nachzulesen.

Gedenkveranstaltung BRETSTEIN, 26. Juni 2021

Auf einer Überstellungsliste von Häftlingen vom 5. Juni 1943 vom KZ Mauthausen in dieses KZ-Außenlager Bretstein werden 10 Personen namentlich angeführt:
4 Spanier und 6 Bibelforscher, davon 3 Deutsche und 3 Österreicher.

Einer von ihnen war der am 15. Oktober 1905 in Stans in Tirol geborene Josef Obrist, verheiratet und Vater von fünf Kindern.
Josef Obrist und seine Familie schlossen sich 1935 den Bibelforschern an. Daraufhin wurden sie wegen ihrer Religion angepöbelt und es wurde zunehmend schwieriger für ihn Arbeitsaufträge als Wagnermeister zu erhalten.
Am 25. Jänner 1939 wurde Josef Obrist wegen Wehrdienstverweigerung verhaftet und nach zwei Monaten im Polizeigefängnis Innsbruck in das KZ Dachau überstellt.
Per Gerichtsbeschluss wurden Josef und Notburga Obrist die Erziehungsberechtigung für alle Kinder im Juli 1939 mit der Begründung […]

Stolperstein für Franz Korb

STOLPERSTEINVERLEGUNG IN GRAZ – 22. Oktober 2020, 19 Uhr, Graz-Eggenberg Baiernstraße 14

Franz Korb, geb. 1900, wurde am 11.2.1938 in Graz verhaftet. Nach Monaten im Gefängnis erfolgte die Anklage am 25.10.1939. Er gehört damit zu den ersten Zeugen Jehovas, die wegen Wehrdienstverweigerung unmittelbar nach Kriegsbeginn angeklagt wurden. Nach seiner Überstellung nach Berlin wurde er am 6.12.1939 vom Reichskriegsgericht wegen Eidesverweigerung zum Tode verurteilt und am 10.1.1940 in das Zuchthaus Berlin-Plötzensee eingeliefert, wo am 19.1.1940 die Hinrichtung durch Enthauptung erfolgte.

In Erinnerung an seinen mutigen Glauben wurde bei seinem letzten Wohnort ein Stolperstein verlegt.

  • Leoben2 2020  (2)
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    Eine Wanderausstellung „Österreichische Freiheitsfront Leoben-Donawitz“ ­– Widerstand in der Steiermark, Leoben 1938–1945″

Eine Wanderausstellung „Österreichische Freiheitsfront Leoben-Donawitz“ ­– Widerstand in der Steiermark, Leoben 1938–1945″

Eine Wanderausstellung „Österreichische Freiheitsfront Leoben-Donawitz“ ­– Widerstand in der Steiermark, Leoben 1938–1945″

gestaltet von Studierenden der TU Graz
LEOBEN, GRAZ. Wie hat Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Steiermark ausgesehen? Wie in Leoben? Und was können angehende Architekten dazu beitragen?
Am Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz hat sich eine Gruppe Studierender intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Zum Jubiläum “75 Jahre Befreiung von Österreich” werden die Ergebnisse ihrer Recherche und Analyse in einer von ihnen kuratierten und gestalteten Ausstellung auch in Leoben zu sehen sein.

 

https://www.meinbezirk.at/leoben/c-lokales/oesterreichische-freiheitsfront-leoben-donawitz-widerstand-in-der-steiermark-leoben-19381945_a4102413

Termine der Wanderausstellung:
Deutschlandsberg, Hauptplatz (am Grünstreifen): 9. bis 21. Juni
Leoben, Hauptplatz (beim Durchbruch): 23. Juni bis 5. Juli
Graz, Universalmuseum Joanneum, Sackstraße 16 (im Durchgang): 7. bis 19. Juli
Eisenerz, Theodor-Körner-Platz (tbc): 18. bis 30. August

GEDENKVERANSTALTUNG am 6.12.2019 in 9210 TECHELSBERG


ERINNERUNG – VERANTWORTUNG FÜR GENERATIONEN

Datum: 6. Dezember 2019, 17 Uhr

Ort: Fremdenverkehrsamt Töschling 21 in Techelsberg, Kärnten

Gedenkveranstaltung an die wegen ihres Glaubens in Berlin Plötzensee hingerichteten Zeugen Jehovas

Grußworte: Bürgermeister Johann Koban
Es war ein historischer Moment, als im Mai 2017 die Gedenktafel hier in der Gemeinde errichtet wurde. Heute gedenken wir wieder der hingerichteten Zeugen Jehovas, die eigentlich nichts anderes gemacht haben, als an ihren Glauben geglaubt haben.

Ansprache: “Praktizierendes Christentum selbst angesichts des Todes: Zeugen Jehovas in der NS-Zeit”
Mag. Dr. Josef Schneeweiß, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
In allen Geschichtsbüchern ist zurecht von der Verfolgung und Vernichtung von Millionen Juden in der NS-Zeit zu lesen. In wenigen von der Verfolgung und Ermordung der Zeugen Jehovas. Wieso das? Weil sie eine Minderheit […]

Bürger Hermann

Geboren am: 7. April 1890
Verheiratet mit: Maria Wohlfahrt, geb. 23.3.1895
Verstorben am: kurz nach der Befreiung aus dem KZ Dachau

Franz Wohlfahrt beschreibt Hermann Bürger:
Er war ein heiterer, glücklicher Mensch. Er war ein guter Musiker, der sowohl Ziehharmonika als auch Trompete spielte.
Hermann Bürger wurde 1944 verhaftet und nach Dachau gebracht. Er überlebte zwar die Lagerzeit, starb jedoch kurz nach der Befreiung an einer Krankheit, die er sich dort zugezogen hatte.