Veranstaltungen

Stolpersteinverlegung für Rudolf Hart

STOLPERSTEINVERLEGUNG am 20. September 2019 um 17 Uhr in Graz, Triesterstraße 85
in Zusammenarbeit mit Gunther Demnig und dem Verein für Gedenkkultur in Graz, Obfrau Mag. Daniela Grabe

Rudolf Hart wurde am 4. Jänner 1913 in Graz geboren und wohnte in der Triesterstraße 85 in der elterlichen Wohnung.
Im Jahr 1932 trat er aus der katholischen Kirch aus und schloss sich den “Bibelforschern” an. Am 8.12.1939 wurde er verhaftet. Nachdem er 3 Monate im Landesgericht Graz verbracht hatte wurde er am 29.2.1940 in das KZ Sachsenhausen überstellt. Seine Häftlingsnummer war 20476.
Er verstarb am 24.9.1942 in diesem KZ.

  • IMG_6487
    Permalink Gallery

    Gedenkfeier 15. Juni 2019 im KZ-Nebenlager Bretstein, Obersteiermark

Gedenkfeier 15. Juni 2019 im KZ-Nebenlager Bretstein, Obersteiermark

Termin: Samstag, 15. Juni 2019 um 11 Uhr
Gedenkrede für die Opfergruppe: Johann Madl

Die Glaubensgemeinschaft gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus.
Das konsequente Leben christlicher Werte machte Jehovas Zeugen zu Widerständlern des NS-Regime, das absoluten Gehorsam forderte.

o Jehovas Zeugen waren Wehrdienstverweigerer
o sie grüßten nicht mit Heil Hitler
o sie verbreiteten illegal Schriften – wie den Wachtturm – der die Gräuel der Nazi gegen sie und auch gegen Juden bloßstellte
o sie verweigerten die Mitarbeit in der Kriegsindustrie
o Zeugen Jehovas waren 1939 die ersten, die wegen Wehrdienstverweigerung hingerichtet wurden

An einem Gedenktag, wie dem heutigen, denkt man an den christlichen Bekennermut dieser Menschen. Doch ganz langsam und schleichend bemerkt man, dass der Umgang mit Minderheiten wieder rauer wird. Das konsequente Leben und Bekennen[…]

Internationale Gedenkfeier Mauthausen 5. Mai 2019

Jehovas Zeugen waren in diesem Lager Opfer einer menschenverachtenden Terrorherrschaft. Sie litten und starben für ihre tiefe christliche Überzeugung. Der Bibelspruch “Für alles bin ich stark, durch den, der mir Kraft verleiht” war ihr Leitmotiv und gab ihnen die Stärke ihren Glauben zu bewahren.

Gedenkfeier 16. Juni 2018 in Bretstein, Obersteiermark

Das KZ Bretstein bestand von Juni 1941 bis 25. Juni 1943 als Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen. Insgesamt überstellte die SS mindestens 170 vorwiegend spanische und deutsche Häftlinge nach Bretstein. Das KZ-Nebenlager Bretstein war als “Versuchsanstalt für Ernährung” gegründet worden. Ab Juni 1941 wurden dort mindestens 170 Häftlinge interniert. In der Hauptsache waren spanische Widerstandskämpfer interniert aber auch deutsche und österreichische Zeugen Jehovas. Gemäß Berichten wurden diese im Steinbruch eingesetzt und für den Straßenbau herangezogen.

In Archiven scheint eine Überstellungsliste von Häftlingen vom KZ Mauthausen in das KZ-Außenlager Bretstein in der Obersteiermark auf. Dort werden sechs Bibelforscher zur Überstellung angeführt. 3 davon sind Österreicher (Hechenblaikner, Linsbauer und Obrist).
Überstellungsliste Konzentrationslager Mauthausen vom 5. Juni 1943: Veränderungsmeldung für den 4. Juni 1943

Abgang: Nach[…]

Internationale Gedenkfeier Mauthausen 6. Mai 2018

Das Thema der diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeier in Mauthausen lautete: “Flucht und Heimat”
Zeugen Jehovas gehörten in den Konzentrationslagern zu den ersten Häftlingen und erhielten ab 1937 aufgrund ihrer großen Anzahl als einzige religiöse Gruppe eine eigene Kennzeichnung – den lila Winkel. Bis 1942 wurden sie besonders unbarmherzig behandelt. Wenn sie in ein Konzentrationslager eingeliefert wurden, kamen sie zuerst prinzipiell in die Strafkompanie und wurden von den anderen Häftlingen isoliert. Auch in Mauthausen stellten sie eine große Gruppe. Nach bisherigem Forschungsstand gab es im Stammlager und in den Nebenlagern etwa 450 Zeugen Jehovas, von denen der Großteil aus Deutschland und Österreich stammte. Die polnischen Bibelforscher bildeten die zweitgrößte Gruppe in dieser Häftlingsgemeinschaft. Von den 450 inhaftierten Zeugen Jehovas starben hier[…]

Stolpersteinverlegung für Eduard Wohinz

STOLPERSTEINVERLEGUNG am 27. September 2017 in 8020 Graz, Weißenkircherstraße 35

in Zusammenarbeit mit Gunther Demnig und dem Verein für Gedenkkultur in Graz, Obfrau Daniela Grabe

Am 1. Juni 1938 wurde Eduard Wohinz nachweislich als der erste Zeuge Jehovas aus der Grazer Gruppe von der Gestapo verhaftet. Er wurde nach Wien überstellt und im Februar 1939 in das KZ Dachau eingeliefert.
Im September 1939 überstellte man ihn nach Mauthausen, kam jedoch im Februar 1940 wieder zurück nach Dachau, weil er die schwere Arbeit im Steinbruch nicht mehr verrichten konnte. Zwei weitere Jahre hielt er in Dachau durch. Dann erfolgte seine Überstellung in das angebliche “Erholungslager” Hartheim in Oberösterreich. Dort wurde er wahrscheinlich unmittelbar nach dem Eintreffen vergast.

Lebensbericht:[…]

Gedenken am Loiblpass

Internationale Gedenkveranstaltung in Erinnerung an das Loibl KZ Nord am ehemaligen Appellplatz
Samstag, 10. Juni 2017

Leitung: Prof. Peter Gstettner, Obmann Mauthausen Komitee Kärnten/Koroska
Im September 1942 setzte Friedrich Rainer, der Gauleiter von Kärnten, den Bau eines neuen Loiblüberganges durch, dessen Kernstück ein neuer Tunnel sein sollte: 1570 m lang in 1068 m Seehöhe unter dem Gebirgskamm. Ab März 1943 arbeiteten rund 1.600 Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen am neuen Tunnel.

Das KZ Loibl bestand aus dem Loiblpass-Südlager bei Sankt Anna unter dem Loibl (Sveta Ana pod Ljubeljem) sowie ab Sommer 1943 dem Loiblpass-Nordlager unmittelbar hinter der Grenze im Gemeindegebiet von Windisch Bleiberg. 40 Menschen sind dabei an den Folgen der harten Arbeit und am ständigen Steinschlag verstorben.

Gedenkrede: Alois Hotschnig, österr.[…]

Gedenkprojekt Techelsberg Kärnten

Gedenktafelenthüllung
Freitag, 19. Mai 2017

Töschling 21, Fremdenverkehrsamt (bei der Auffahrt zum Techelsberg), 9210 Techelsberg am Wörthersee […]

Gedenkfeier Mauthausen 7. Mai 2017

Viele Zeugen Jehovas, die auch in anderen Lagern inhaftiert waren, bezeichneten Mauthausen als das Schlimmste aller Lager. Zu dieser Einschätzung trug nicht nur der erbarmungslose Winter 1939/40 mit Extremtemperaturen von bis zu -40°C bei, sondern auch die allgemein bekannten schlimmen Lebens- und Ernährungsbedingungen sowie die harte Arbeit im Steinbruch und der Lageraufbau in Gusen. Dazu kamen die immer wiederkehrenden Verhöre und Zuchtmaßnahmen der SS aufgrund ihrer Verweigerungshandlungen und ihrer Missionstätigkeit.

Trotz der unmenschlichen Bedingungen gingen Zeugen Jehovas mit anderen menschlich um. Überleben war nur durch ihre starke Solidarität möglich, vor allem innerhalb der Gruppe, aber auch gegenüber anderen Mithäftlingen. Die deutschen und österreichischen Zeugen Jehovas kamen mit der Zeit in bevorzugte Stellungen, die sie sich aber nicht durch Anbiedern an[…]

Stolpersteinverlegung Johann Moser

STOLPERSTEINVERLEGUNG am 16. August 2016 in 8020 Graz, Reininghausstraße 50 a

in Zusammenarbeit mit Gunther Demnig und dem Verein für Gedenkkultur in Graz, Obfrau Daniela Grabe

Einführung: Obfrau Daniela Grabe: “Es ist mir ein großes Bedürfnis, dass alle Opfergruppen Erwähnung finden.”
Gedenkrede Ing. Bernd Gsell:

Von Johann Moser existieren keine Fotos. Lediglich ein Meldezettel und die Eintragung seiner Geburt ist im Taufbuch der Gemeinde St. Peter am Kammersberg bei Murau zu finden – auch, dass er im August 1934 aus der röm. kath. Kirche ausgetreten ist. Wie er mit den Bibelforschern in Kontakt kam, ist unbekannt, jedoch lebte er fortan als Zeuge Jehovas nach den Grundsätzen der Bibel. Das bedeutete auch, dass er den Wehrdienst in Hitlers Armee verweigerte.

Johann Moser wohnte in Graz,[…]