Für die Welt sind wir lebendig tot

Für die Welt sind wir lebendig tot – Jehovas Zeugen aus Molln widerstehen dem NS-Regime

Roland & Claudia Donabauer

 

Aus 9 Namen wurden Menschen

Neun Namen standen im Jahr 2000 am Anfang unserer Recherchen. Neun Namen – keine Gesichter, keine persönlichen Angaben und nur geringfügiges Wissen über die Leiden der durch die NS-Gewaltherrschaft Verfolgten – ließen unseren Auftrag, für das Geschichtsarchiv von Jehovas Zeugen in Wien nähere Informationen über diese Personen zu sammeln, zunächst leicht und oberflächlich erscheinen.

Doch bereits die ersten Gespräche mit den Kindern der Verfolgten offenbarten deutlich, welch tiefe Spuren die Verschleppung der Eltern bei ihnen hinterlassen hatten. Das große Unrecht, das diesen unschuldigen Familien zugefügt wurde, kam deutlich zutage und motivierte uns, ihr Schicksal ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Außerdem wollten wir den Hinterbliebenen helfen, mehr über das größtenteils unbekannte Geschick ihrer Mütter und Väter in den Konzentrationslagern zu erfahren.

Durch weitere Gespräche erfuhren wir Genaueres über ihren Charakter, ihre Lebensumstände und wie ernst sie ihren Glauben genommen hatten. Fotografien veliehen den Verfolgten ein Gesicht und Recherchen bei diversen Ämtern und Gedenkstätten ergänzten unsere Informationen. Aus den neun Namen wurden Menschen, die uns immer vertrauter wurden! Roland und Claudia Donabauer

 

Broschüre 88 Seiten, 2009

Redaktion und Sponsoring: Franz-Michael Zagler

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein um einen Kommentar schreiben zu können.