Gedenktafel und Gedenkveranstaltung: Gerhard Steinacher

  • Gedenktafel Steinacher
  • Karl Hubmann, Helmut Misar, Bezirksvorsteherin Gabriele Votava, Gyula Varga
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Gedenktafelenthüllung: am 13. Mai 2015 in 1120 Wien Meidling, Längenfeldgasse 68

Gedenkveranstaltung und DVD-Präsentation: am 13. Mai 2015 in 1120 Wien Meidling, Theatersaal Volkshochschule, Längenfeldgasse 13-15

Gerhard Steinacher: schießen kann ich nicht

Am 30. März 1940 – vor 75 Jahren – wurde der damals 19-jährige Gerhard Steinacher vom NS-Regime in Berlin-Plötzensee hingerichtet, weil er nicht bereit war, zur Waffe zu greifen.

Seit 13. Mai 2015 erinnert eine Gedenktafel an seine mutige Tat

Staatsanwalt, Verteidiger und Richter – keiner konnte ihn verstehen. Es war Krieg und Gehorsam war Pflicht. Die Weigerung, dem Staat bedingungslos zu gehorchen, bezahlte dieser junge Mann mit seinem Leben.

Gedenkrede: BV Gabriele Votava

Die Bezirksvorsteherin von Meidling, Frau Gabriele Votava, hielt eine sehr persönliche Rede. Sie erzählte, dass sie zu dieser Wohnanlage am Fuchsenfeldhof eine enge Beziehung hat, da ihr Großvater hier wohnte. Sie sagte: “Zum Glück hat es in meiner Familie keinen gegeben, der den Nationalsozialisten auf den Leim gegangen ist. Dies können leider nur wenige Österreicher von sich behaupten.”

Gedenkrede: Simon Misar

“Die Aufarbeitung der Geschichte hat viel Zeit benötigt, dafür mag es unterschiedliche Gründe geben. Wichtig und entscheidend ist jedoch, dass heute die mutige, tapfere Haltung und die Gottergebenheit dieser Familie nicht länger im Verborgenen ist, sondern heute dazu beitragen kann, dass besonders junge Menschen erkennen, wie wichtig es ist, seinen Glaubensgrundsätzen, seinem Gott treu zu sein, komme was da wolle.”

Gedenkrede: Wolfram Slupina

“Die Realität des totalitären nationalsozialistischen Machtapparats, der auf bürokratische Weise den millionenfachen Tod und die grausamsten Verbrechen verübte, lässt sich am Leid einzelner Menschen tiefer erfahren als durch das Studium einer ganzen historischen Bibliothek zur Zeitgeschichte des „Dritten Reiches“.

Und damit möchte ich heute auf einen ganz besonderen Aspekt zu sprechen kommen: Es gilt, besonders diejenigen in den Mittelpunkt zu rücken, die all das erlebt haben: diejenigen, die dabei den Tod gefunden haben wie vor 75 Jahren Gerhard Steinacher, dessen Standhaftigkeit im Angesicht des Todes wir heute gedenken; ferner diejenigen, die überlebt haben, die noch wenigen lebenden Zeitzeugen, aber auch diejenigen Zeitzeugen, die mittlerweile verstorben sind.”

Gedenkrede: Univ. Prof. Dr. Walter Manoschek

Das Schicksal der Familie Steinacher

Einen wesentlichen Anteil, dass diese Gedenktafel enthüllt wurde, hatten Helmut Misar und Gyula Varga. Helmut Misar fand, als Luise Steinacher 1976 starb, bei der Wohnungsräumung eine kleine, unscheinbare Schachtel. Darin verborgen war das Schicksal der Familie Steinacher. Gyula Varga verfasste anhand der gefundenen Briefe das Buch “Gerhard Steinacher – Er starb für Gottes Ehre”. Helmut Misar und Gyula Varga enthüllten die Gedenktafel für Gerhard Steinacher.

Rund 500 Besucher nahmen an der Veranstaltung teil.

Lebensbericht: Gerhard Steinacher
Bericht über die Gedenktafelenthüllung: Längenfeldgasse 68
Bericht über die Gedenkveranstaltung: Theatersaal

Bericht über die Gedenkveranstaltung auf jw.org: http://www.jw.org/en/news/releases/by-region/austria/gerhard-steinacher-memorial-plaque/

NEUE VERÖFFENTLICHUNG:

DVD “Gerhard Steinacher – schießen kann ich nicht”, 30 min, 2015, Preis: 12,00 Euro

Buch zur DVD: “Gerhard Steinacher – Er starb für Gottes Ehre”, Gyula Varga, 1998, Preis: 8,00 Euro

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Von |17. Mai 2015|Veranstaltungen|0 Kommentare

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