Obweger Johann jun.

Geboren: am 9. Mai 1914 in Sieflitz, Spittal/Drau, Kärnten, Österreich

Eltern: Johann (geb. 17.8.1886) und Elisabeth Obweger (geb. Peitler)

verheiratet mit:

gestorben:

Familie Obweger hatte 6 Kinder. Der erste Sohn starb bevor er 3 Jahre alt war, Johann wurde 1914 geboren, Josef 1920, Michael 1925, Franz 1.12.1926, Hermine 12.4.1930

Johann Obweger wurde am 9. Mai 1914 in Sieflitz, Kärnten geboren. Bereits 1937 wurde er wegen Wehrdienstverweigerung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Dadurch galt er als vorbestraft und erhielt am 12. Februar 1941 einen Ausschließungsschein aus der deutschen Wehrmacht (siehe Foto). Er war “unwürdig in der deutschen Armee zu dienen”, was ihm letztlich aber das Leben rettete.  Am 5. März 1941 wurde er als Berghilfsarbeiter für den Erzbergbau Eisenerz verpflichtet. Von 15. März 1942 bis November 1944 war er im Kohlebergwerk Sittenberg, Kärnten, tätig.

KZ Dachau

Ende 1944 erhielt er zeitgleich mit seinem Vater die Einberufung zum Volkssturm, sie gingen aber nicht hin. Anfang 1945 wurden beide verhaftet und nach Klagenfurt gebracht. Dort weigerte er sich zur Waffe zu greifen und wurde am 26.1.1945 in das KZ Dachau deportiert (Häftlingsnummer: 138 626). Während dieser Zeit war er auch im Außenlager Kotten im Allgäu inhaftiert.

Johann erkrankte an Flecktyphus und magerte auf 47 kg ab. Zwei Wochen lang war er nicht bei Bewusstsein. Bei Kriegsende war er nicht transportfähig und wurde in ein Lazarett gebracht. Erst am 26. Juni 1945 kam Johann nach Hause zurück.

 

 

Von |26. Juli 2015|Opferberichte|0 Kommentare

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