Opetnik Franz

Geboren: 18. August 1910 in Aich/Niis bei Bleiburg, Kärnten, Österreich
verheiratet mit: Elise Schinnerl am, 17.11.1938
Kinder: eine Tochter
Gestorben: hingerichtet, 15. Februar 1943 in Taganrog am Asowschen Meer

Franz Opetnik wurde am 18. August 1910 in Eich bei Bleiburg in Kärnten geboren und erlernte nach der Pflichtschule das Spenglerhandwerk. Anfang der 1930er Jahre kam er mit den Bibelforschern in Kontakt und trat lt. Eintrag auf seiner Geburtsurkunde am 16.1.1933 aus der katholischen Kirche aus. Mitte der 1930er Jahre kam er nach Weißkirchen bei Judenburg, Steiermark. Dort machte er die Spenglermeisterprüfung. Er heiratete in Judenburg am 17.11.1938 Elise Schinnerl.
Gemeinsam hatten sie eine Tochter. Als diese zwei Jahre alt war, verstarb Elise und die Tochter wuchs bei ihrer Tante auf.

Einberufung

1942 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Er verweigerte den Dienst mit der Waffe und wollte auch keine Uniform anziehen. Zuerst gab er vor aus gesundheitlichen Gründen an den Übungen nicht teilnehmen zu können.

Aufgrund seines Verhaltens wurde die Familie verhört und diese gab bekannt, dass Franz ein Bibelforscher sei. Bei weiteren Verhören machte er die Aussage, dass es seiner Überzeugung widerspricht mit der Waffe zu kämpfen.

Er wurde nach Berlin gebracht und dort wollte man ihn wegen seiner beruflichen Erfahrung in einer Waffenfabrik einsetzen. Dies lehnte er ebenfalls ab. Wie er nach Taganrog am Asowschen Meer kam, ist nicht bekannt.

Ein Gerixht leitete ein Gnadengesuch ein, trotzdem wurde er am 15.02.1943 wegen Fahnenflucht in Taganrog am Asowschen Meer hingerichtet (vgl. Baum 2012, 22f).

Am 6.3.1943 erhielt seine Mutter, Maria Opetnik, die Nachricht, dass ihr Sohn Franz Opetnik lt. Urteil des Gerichts wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt wurde. Das Urteil wurde am 15.2.1943 vollstreckt.

 

Quelle: Gerti Malle: „Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht.“ Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas in der Zeit des Nationalsozialismus in Kärnten. 2011 Kitab-Verlag Klagenfurt-Wien.

 

Von |02. April 2013|Opferberichte|0 Kommentare

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