Veranstaltungen

Veranstaltungen

Veranstaltungen des Vereines oder mit Beteiligung des Vereines

Vergeben JA – Vergessen NEIN, Graz, Tummelplatz

Religiöse Verfolgung unter dem NS-Regime

Gedenkveranstaltung 27.-30. September 2006

Spricht man von den Gräueltaten und den Opfern der NS-Zeit, wird zumeist auf eine Gruppe vergessen, die in besonderem Maße dem Zorn und der Wut des Hitler-Regimes ausgesetzt war – die religiöse Gruppe der Bibelforscher, wie Jehovas Zeugen früher genannt wurden. Zahlreiche Grazer und Steirer waren davon betroffen und viele verloren ihr Leben.

Es ist Anliegen des Vereines, dass auch der Opfer gedacht wird, welche schon damals als Randgruppen existierten und welche mitunter auch heute an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, indem man ihnen ihre Rechte verweigert, sie verleugnet oder einfach totschweigt.

 

  • Leopold Engleitner
100 Jahre
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    Rehabilitierung von NS-Opfern, Leopold Engleitner,Graz, Universität

  • Universität Graz, Publikum Universität Graz, Publikum

Rehabilitierung von NS-Opfern, Leopold Engleitner,Graz, Universität

Leopold Engleitner, 100 Jahre ungebrochener Wille

Seine Geschichte ist unglaublich – Sein Wille ungebrochen

Der 100jährige Leopold Engleitner überlebte drei Konzentrationslager und berichtete über sein Leben erstmals in Graz.

„Ich habe kein Vaterland zu verteidigen, denn alle Menschen sind Brüder. Ich orientiere mich an Gott und bei dem gibt es keine Grenzen. Wenn ihr euch bekriegen wollt, so hindere ich euch nicht, aber ich mache nicht mit“ – so die Aussage von Leopold Engleitner nachdem er von der Gestapo 1939 verhaftet wurde. Das trug ihm 46 Monate grausamste Behand­lung in drei Konzentrationslagern ein. Wegen seines Glaubens wurde er getreten und mit Fäusten und Stöcken geschlagen. Schließlich wurde er mit nur 28 Kilo Körpergewicht aus dem KZ entlassen.

Sein eiserner Wille und seine […]

  • Steinacher Gerhard CD
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    CD-Präsentation “Die Akte Steinacher: Er starb für Gottes Ehre”, Kulturhaus Schachendorf

CD-Präsentation “Die Akte Steinacher: Er starb für Gottes Ehre”, Kulturhaus Schachendorf

Ein dokumentarisches Hörspiel

Einladung zur Präsentation der CD: “Die Akte Steinacher: Er starb für Gottes Ehre”.

1998 veröffentlichte Gyula Varga die Korrespondenz – insgesamt 19 Briefe – des am 30. März 1940 im Alter von 19 Jahren in Berlin-Plötzensee hingerichteten Gerhard Steinacher und seiner Mutter. Gyula Varga, der selbst die Brutalität eines Gewaltregimes erlebte und 1956 von Ungarn nach Österreich geflohen ist, hat sich des Nachlasses von Gerhard Steinacher angenommen und die Geschichte Steinachers in dem Buch “Gerhard Steinacher: Er starb für Gottes Ehre” veröffentlicht.

Der Verein LILA WINKEL hat nunmehr ein dokumentarisches Hörspiel produziert.

Licht auf den Schatten, Radio Helsinki

Unter dem Thema “Licht auf den Schatten” wurde auf Radio Helsinki, auf 92,6 MHz das dokumentarische Hörspiel von Gyula Varga präsentiert.

“Die Akte Steinacher: Er starb für Gottes Ehre”

Dauer: 33 min

  • Buchpräsentation
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    Gedenkveranstaltung – Buchpräsentation “In tiefer Nacht beginnt der Morgen”, Graz, Universität

Gedenkveranstaltung – Buchpräsentation “In tiefer Nacht beginnt der Morgen”, Graz, Universität

n Buchpräsentation: „In tiefer Nacht beginnt der Morgen“

Die Autorin Lieselotte Wölbitsch hörte die Geschichte von Franz Wohlfahrt und fühlte sich in das Schicksal des Erzählers ein. Franz Wohlfahrt erzählte ein Stück verschwiegener Geschichte, die er mit einer relativ kleinen Gruppe von Leidens- und Glaubensgenossen teilte. Es ist die Rede von Zeugen Jehovas, die von den Nazis erbarmungslos verfolgt, gefoltert und ermordet wurden. Ihr Schicksal war mehr als 50 Jahre für die Geschichtsforschung kein Thema.

 

  • Schautafeln Ausstellung
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    Wanderausstellung: “Die vergessenen Opfer der NS-Zeit”, Universität Graz

Wanderausstellung: “Die vergessenen Opfer der NS-Zeit”, Universität Graz

Wanderausstellung im Foyer des Hörsaaltraktes Hörsaal B, Universität Graz vom 29. Mai bis 9. Juni 2000

Die Ausstellung erzählt die Geschichte gewöhnlicher Menschen, die etwas Außergewöhnliches vollbrachten. Sie stellten sich als eine Minderheit einem mächtigen, gewalttätigen Terrorregime entgegen.

22 Schautafeln erzählen die leidvolle Geschichte der “Bibelforscher”, wie Jehovas Zeugen während des Nationalsozialismus zumeist genannt wurden. Sie geben Einblick in die Hintergründe der brutalen Verfolgung dieser Opfergruppe und konfrontieren den Leser mit einigen erschütternden menschlichen Schicksalen.

Ziel dieser Ausstellung ist es, die Geschichte einer Opfergruppe aufzuarbeiten und darüber zu informieren, dass Jehovas Zeugen die einzige Glaubensgemeinschaft war, die sich geschlossen dem Nationalsozialismus verweigerte. Sie stellte in den Konzentrationslagern sogar eine eigene Häftlingsgruppe dar, die mit einem “lila Winkel” stigmatisiert wurde.

Das Beispiel der […]

Symposium “Gewissensfreiheit und Militärdienst”, Universität Graz

Gewissensfreiheit und Militärdienst

in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung zukunftsorientierter Wissenschaften COLLOQUIUM

In Graz erregten im vergangenen Jahr einige Strafverfahren gegen Wehrdienstverweigerer öffentliches Aufsehen. Insbesondere der Fall von drei jungen Zeugen Jehovas führte zu Debatten hinsichtlich der Praxis der Militärbehörden und Gerichte. Die Frage der Rechtmäßigkeit einer Inhaftierung, deren einziges „Verbrechen“ darin besteht, aus ihrer Gewissensüberzeugung den Militärdienst zu verweigern, wurde sogar vom Obersten Gerichtshof behandelt. Die Veranstaltung soll diese Problematik aus historischer Sicht beleuchten.

Gedenkveranstaltung Gerhard Steinacher, Universität Graz

„Gerhard Steinacher: Er starb für Gottes Ehre“

Buchpräsentation und Lesung über die letzten Lebenstage des am 30. März 1940 im Alter von 19 Jahren in Berlin wegen Wehrdienstverweigerung hingerichteten Gerhard Steinacher. Das Buch von Gyula Varga ist eine Bearbeitung des Briefwechsels aus der Todeszelle zwischen Gerhard und seinen Eltern.

Gerhard Steinacher verweigert seinen Gehorsam dem diktatorischen, menschenverachtenden Hitlerregime. Aus Gewissensgründen lehnte er den Wehrdienst ab und griff – obwohl mit dem Tode bedroht – nicht zur Waffe. Er wurde, weil er der Stimme seines Gewissens folgte und den Frieden und die Nächstenliebe nicht nur predigte, sondern lebte, als Regimefeind, asoziales Element, Volksfeind und Landesverräter bezeichnet. Ihm wurden alle Ehren aberkannt, er wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Doch sein einziges Verbrechen war, […]