Der Verein beschäftigt sich mit der Dokumentation und Aufarbeitung des Schicksals unschuldiger Opfer und dient der Förderung aller Maßnahmen und Tätigkeiten, welche dem Gedenken an die Opfer, der Aufarbeitung der NS-Zeit in historischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht sowie der gesellschaftlichen und rechtlichen Rehabilitierung der Betroffenen dienlich sind.

Zeitzeugen an Schulen

Zahl der anwesenden Schüler und Lehrer bei Zeitzeugengesprächen bisher:
Aktuell: 193.609

Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche
Sie können den Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche als PDF einsehen.

Hermine Liska

Seit 2002 ist sie anerkannte Zeitzeugin, die mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung (früher BM für Unterricht, Kunst und Kultur) eine DVD mit dem Titel “Erziehungsproblem eines Diktators” veröffentlicht hat. Hermine Liska hat ihre zu Herzen gehende Geschichte vor über 165.000 Schülern in ganz Österreich erzählt. Für ihre Tätigkeit als Zeitzeugin wurde ihr am 12. Mai 2016 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark und am 13. September 2016 das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.

Ingrid Portenschlager

Ingrid Portenschlager ist Zeitzeugin der 2. Generation. Ihr Vater, Ernst Reiter, war viereinhalb Jahre im KZ Flossenbürg inhaftiert. Was er dort erlebt hat und wie sich diese Erlebnisse auf die ganze Familie – auch noch Jahre nach dem Krieg – ausgewirkt haben, sind Gegenstand des Zeitzeugengespräches. Ingrid Portenschlager ist seit 2012 als Zeitzeugin unterwegs.

Judith Ribic

Judith Ribic, die jüngere Schwester von Ingrid Portenschlager ist ebenfalls Zeitzeugin der 2. Generation. Auch sie macht es sich zur Aufgabe Jugendlichen von den Gräueltaten des NS-Regimes zu berichten und sagt: “Ich bin stolz, so einen Vater gehabt zu haben.” Sie begann 2013 mit der Zeitzeugentätigkeit an Schulen.

Peter Portenschlager

“Erinnern darf niemals aufhören. Daher sehe ich es als meine Pflicht, künftig als Zeitzeuge der 3. Generation zu erzählen, wie sich das Verhalten meines Großvaters auf mich persönlich ausgewirkt hat. Meine Erinnerungen an ihn habe ich unter das Thema gestellt “Für welche Seite schlägt mein Herz?”"

Aktuelles

In der Gemeinde Techelsberg gibt es seit vielen Jahren ein Kriegerdenkmal. Darauf befinden sich die fünf Namen von folgenden Männern: Anton Uran, Johann Stossier, Gregor Wohlfahrt sen., Gregor Wohlfahrt jun. und Willibald Wohlfahrt (Lebensberichte lesen: Namen anklicken).
Die fünf Männer werden auf dem Kriegerdenkmal als „vermisst“ bezeichnet. Die Geschichte dieser vermeintlich “Vermissten” liegt durchaus nicht im Unklaren sondern ist historisch belegt. Alle Fünf waren als Zeugen Jehovas Opfer des Nationalsozialismus. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Techelsberg am Wörthersee und dem Gemeinderat ist es gelungen eine Lösung zu finden. Es wurde der Beschluss gefasst, für diese fünf Namen Opfer ein eigenes Denkmal zu errichten. Im Gegenzug werden die Namen vom Kriegerdenkmal entfernt.
Am Techelsberg entwickelte sich rund um die Familie Wohlfahrt in den zwei Jahrzehnten vor dem 2. Weltkrieg eine große Gruppe von Bibelforschern wie Zeugen Jehovas damals noch genannt wurden. In dieser Ortsgemeinde gab es viele Opfer zu beklagen. Diese Gedenktafel wird in Zukunft nicht nur für diese fünf Opfer stehen sondern für alle betroffenen Opfer der Glaubensgemeinde.
Datum: 19. Mai 2017 um 11.00 Uhr Enthüllung der Gedenktafel
Ort: Töschling 21, Fremdenverkehrsamt (Auffahrt zum Techelsberg)
und
Abendveranstaltung im Congress Center Pörtschach, Hauptstraße 203, 18.00 Uhr
Gedenken an alle tapferen Frauen, Kinder und Männer
Es werden Vorträge, Diskussionen und Videobeiträge dazu beitragen, Licht in diese dunkle Zeit zu bringen.
Stolpersteinverlegung in Graz September 2017

 

 

 

Lebensberichte NEU eingestellt
Neue Lebensberichte
Schicksale kennenlernen … die nicht nur erschüttern oder berühren, sondern auch trösten und ermutigen
Siehe GESCHICHTSARCHIV – OPFERLISTE
Rudolf Stonig – überlebte 5 Jahre grausamste Misshandlungen im KZ Sachsenhausen. Wenn man diesen Bericht liest, fragt man sich: „Wie kann ein Mensch so etwas aushalten und den Glauben bewahren?“
Johann Moser – von seiner Verhaftung bis zu seiner Hinrichtung dauerte es nur knapp 4 ½ Monate.
Emil Blaschek – wurde als 14-Jähriger in die Erziehungsanstalt am Spiegelgrund in Wien eingeliefert und musste schreckliche medizinische Versuche über sich ergehen lassen. Er überlebte.
Stefan Löschenkohl war 5 Jahre im KZ Sachsenhausen.

 

Gedenkveranstaltung - Gerhard Steinacher
Gedenkveranstaltung
Gerhard Steinacher – schießen kann ich nicht
in Planung: Salzburg 2017
bisherige Veranstaltungen:
3. September 2016, 2483 Ebreichsdorf
2. Mai 2016, Donausaal, 4310 Mauthausen
14. März 2016, Leopold-Grünzweig-Zentrum, 2601 Sollenau (bei Wr. Neustadt)
29. Februar 2016, Mostviertelhalle, 3350 Haag, NÖ
13. Mai 2015, Gedenktafelenthüllung 1120 Wien, Längenfeldgasse und Rahmenprogramm Theatersaal, Volkshochschule Wien
Der 19-jährige Gerhard Steinacher verweigerte den Kriegsdienst, denn er wollte niemanden töten. Er griff zu keiner Waffe, sondern folgte der Lehre Christi.
Staatsanwalt, Verteidiger und Richter – keiner konnte ihn verstehen. Es war Krieg und Gehorsam war Pflicht. Die Weigerung, dem Staat bedingungslos zu gehorchen, bezahlte dieser junge Mann mit seinem Leben. Gerhard wurde am 30.3.1940 hingerichtet.
Jahre nach seinem Tod ließ die Mutter auf den Familiengrabstein die bedeutenden Worte setzen: Er starb für Gottes Ehre
Geschichte wiederholt sich, wenn man sich nicht an die Vergangenheit erinnert und christliche Werte und Grundsätze zur Seite schiebt. Daher laden wir zu diesem Rahmenprogramm und der Präsentation der neuen, sehr berührenden DVD über Gerhard Steinacher ein, um zu zeigen, dass es möglich ist, einen Weg des Glaubens ohne Wanken zu gehen.Lebensbericht Gerhard Steinacher

Nächste Schultermine

  • 24. Mai 2017: NMS Körner Kapfenberg, 8605 Kapfenberg
  • 24. Mai 2017: NMS Bärnbach, 8572 Bärnbach
  • 24. Mai 2017: Lehranstalt für Sozialberufe Rottenmann, 8786 Rottenmann
  • 29. Mai 2017: BG/BRG Leibnitz, 8430 Leibnitz
  • 30. Mai 2017: BG/BRG Leibnitz, 8430 Leibnitz

Besucherstimmen

Sehr geehrte Frau Liska,
ich bewundere Sie sehr! Sie sind mutiger als die meisten Menschen heutzutage. Das Zeitzeugengespräch war wirklich sehr interessant. Ihre Geschichte ist auch so berührend, da man persönliche Einblicke aus dieser schrecklichen Zeit hört. Man kann Sie als gutes Vorbild sehen, daSie sich nie unterkriegen lassen. Sie waren so standhaft und haben Ihren Glauben nie verloren. Ich wünsche Ihnen noch ein langes, gesundes Leben!
Nathalie, Schülerin
Schwierige Schüler, wie die heurigen “verstummen”, denn ihnen wurde “bildlich” und “verbal” gezeigt, was auch Leben bedeuten kann. … unvorstellbar fesselnde Aufbereitung der Biographie, untermauert durch aussagekräftige Bilder und Kurzzitate, die die “Tragweite des Wahnsinns” identest untermauern. Man kann nur dankbar sein als Lehrer, die Möglichkeit zu haben, Persönlichkeiten wie die Frau Ribic hören zu dürfen, denn die Schüler nehmen von dieser Person “Herzensbildung” und DEMUT vor dem Leben mit!
PTS Hallein, Lehrerin
siehe auch SCHULEN/SCHULTERMINE/FEEDBACK ZEITZEUGENGESPRÄCHE
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