Der Verein beschäftigt sich mit der Dokumentation und Aufarbeitung des Schicksals unschuldiger Opfer und dient der Förderung aller Maßnahmen und Tätigkeiten, welche dem Gedenken an die Opfer, der Aufarbeitung der NS-Zeit in historischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht sowie der gesellschaftlichen und rechtlichen Rehabilitierung der Betroffenen dienlich sind.

Zeitzeugen an Schulen

Zahl der anwesenden Schüler und Lehrer bei Zeitzeugengesprächen bisher:
Aktuell: 180.459

Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche
Sie können den Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche als PDF einsehen.

Hermine Liska

Seit 2002 ist sie anerkannte Zeitzeugin, die mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen (früher BM für Unterricht, Kunst und Kultur) eine DVD mit dem Titel “Erziehungsproblem eines Diktators” veröffentlicht hat. Hermine Liska hat ihre zu Herzen gehende Geschichte vor über 165.000 Schülern in ganz Österreich erzählt. Für ihre Tätigkeit als Zeitzeugin wurde ihr am 12. Mai 2016 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark verliehen.

Ingrid Portenschlager

Ingrid Portenschlager ist Zeitzeugin der 2. Generation. Ihr Vater, Ernst Reiter, war viereinhalb Jahre im KZ Flossenbürg inhaftiert. Was er dort erlebt hat und wie sich diese Erlebnisse auf die ganze Familie – noch Jahre nach dem Krieg – ausgewirkt haben, sind Gegenstand des Zeitzeugengespräches.

Judith Ribic

Judith Ribic, die jüngere Schwester von Ingrid Portenschlager ist ebenfalls Zeitzeugin der 2. Generation. Auch sie macht es sich zur Aufgabe Jugendlichen von den Gräueltaten des NS-Regimes zu berichten und sagt: “Ich bin stolz, so einen Vater gehabt zu haben.”

Peter Portenschlager

“Erinnern darf niemals aufhören. Daher sehe ich es als meine Pflicht, künftig als Zeitzeuge der 3. Generation zu erzählen, wie sich das Verhalten meines Großvaters auf mich persönlich ausgewirkt hat. Meine Erinnerungen an ihn habe ich unter das Thema gestellt “Für welche Seite schlägt mein Herz?”"

Aktuelles

Bundesministerium für Bildung verleiht Hermine Liska Goldenes Verdienstzeichen
Am Dienstag, dem 13. September 2016 erhielt Hermine Liska vom Bundesministerium für Bildung das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.
“Wozu? – Ich hab doch gar nichts gemacht!”, fragt Hermine Liska.
Auch wenn die heute 86-jährige Zeitzeugin gar nichts von einer Ehrung wissen möchte, sie hat diese für ihre nun fast zwanzig Jahre lange unermüdliche Tätigkeit “wohl verdient”. Mehr als 165.000 Schüler haben bereits an den Zeitzeugengesprächen teilgenommen.
Es ist eine Geschichte, die Jugendliche unserer Zeit bewegt.
Hermine Liska gehört heute zu den wenigen Zeitzeugen, die Schulen besuchen und die Hitler und sein Regime selbst erlebten und daher authentisch davon berichten können.
Wie kann man in einer Zeit, wo die meisten anderer Meinung sind, standhaft seine eigene vertreten?

Wie kann man mit Ausgrenzung und Mobbing fertig werden, ohne von seiner Ideologie abzuweichen?
Hermine Liska beantwortet die Fragen von Schülern.
Zeitzeugengespräche sind ein wertvoller Beitrag junge Menschen zu Toleranz zu erziehen und weisen darauf hin, wie wichtig es ist, nicht zu schweigen wenn Unrecht geschieht.
Stolpersteinverlegung für Johann MOSER in Graz
Stolpersteinverlegung 16. August 2016 in Graz
Von Johann Moser existieren keine Fotos. Lediglich ein Meldezettel und die Eintragung seiner Geburt sind im Taufbuch der Gemeinde St. Peter am Kammersberg bei Murau zu finden – auch, dass er im August 1934 aus der röm. kath. Kirche ausgetreten ist. Wie er mit den Bibelforschern in Kontakt kam, ist unbekannt, jedoch lebte er fortan als Zeuge Jehovas nach den Grundsätzen der Bibel. Das bedeutete auch, dass er den Wehrdienst in Hitlers Armee verweigerte.
Johann Moser wohnte in Graz, in der Reininghausstraße 50 a, als er am 1. Juni 1940 verhaftet und in das Landesgericht Graz eingeliefert wurde. Daraufhin erfolgte die Überstellung nach Berlin. Rasend schnell verlief sein weiteres Schicksal, denn bereits am 23. August 1940 wurde er in Berlin vom Reichskriegsgericht wegen Wehrdienstverweigerung angeklagt. Die Verurteilung zum Tode erfolgte einen Monat später, nämlich am 17. September 1940 und am 10. Oktober wurde Johann Moser im Zuchthaus Brandenburg bei Berlin enthauptet – knapp 4 ½ Monate nach seiner Verhaftung. Er wurde 40 Jahre alt.
Lebensbericht: Johann Moser
Zum Gedenken an seine gottesfürchtige Haltung wurde am 16. August 2016 an seinem letzten Wohnort in 8020 Graz, Reininghausstraße 50 a ein Gedenkstein verlegt.
Lebensberichte NEU eingestellt
Neue Lebensberichte
Schicksale kennenlernen … die nicht nur erschüttern oder berühren, sondern auch trösten und ermutigen
Siehe GESCHICHTSARCHIV – OPFERLISTE
Rudolf Stonig – überlebte 5 Jahre grausamste Misshandlungen im KZ Sachsenhausen. Wenn man diesen Bericht liest, fragt man sich: „Wie kann ein Mensch so etwas aushalten und den Glauben bewahren?“
Johann Moser – von seiner Verhaftung bis zu seiner Hinrichtung dauerte es nur knapp 4 ½ Monate.
Emil Blaschek – wurde als 14-Jähriger in die Erziehungsanstalt am Spiegelgrund in Wien eingeliefert und musste schreckliche medizinische Versuche über sich ergehen lassen. Er überlebte.
Stefan Löschenkohl war 5 Jahre im KZ Sachsenhausen.

 

Gedenkveranstaltung - Gerhard Steinacher
Gedenkveranstaltung
Gerhard Steinacher – schießen kann ich nicht
in Planung: Salzburg Herbst 2016
bisherige Veranstaltungen:
3. September 2016, 2483 Ebreichsdorf
2. Mai 2016, Donausaal, 4310 Mauthausen
14. März 2016, Leopold-Grünzweig-Zentrum, 2601 Sollenau (bei Wr. Neustadt)
29. Februar 2016, Mostviertelhalle, 3350 Haag, NÖ
13. Mai 2015, Gedenktafelenthüllung 1120 Wien, Längenfeldgasse und Rahmenprogramm Theatersaal, Volkshochschule Wien
Der 19-jährige Gerhard Steinacher verweigerte den Kriegsdienst, denn er wollte niemanden töten. Er griff zu keiner Waffe, sondern folgte der Lehre Christi.
Staatsanwalt, Verteidiger und Richter – keiner konnte ihn verstehen. Es war Krieg und Gehorsam war Pflicht. Die Weigerung, dem Staat bedingungslos zu gehorchen, bezahlte dieser junge Mann mit seinem Leben. Gerhard wurde am 30.3.1940 hingerichtet.
Jahre nach seinem Tod ließ die Mutter auf den Familiengrabstein die bedeutenden Worte setzen: Er starb für Gottes Ehre
Geschichte wiederholt sich, wenn man sich nicht an die Vergangenheit erinnert und christliche Werte und Grundsätze zur Seite schiebt. Daher laden wir zu diesem Rahmenprogramm und der Präsentation der neuen, sehr berührenden DVD über Gerhard Steinacher ein, um zu zeigen, dass es möglich ist, einen Weg des Glaubens ohne Wanken zu gehen.Lebensbericht Gerhard Steinacher

Nächste Schultermine

  • 18. Oktober 2016: NMS Markt Hartmannsdorf, 8311 Markt Hartmannsdorf
  • 20. Oktober 2016: BRG Zwettl, 3910 Zwettl
  • 21. Oktober 2016: FS der Franziskanerinnen Zwettl, 3910 Zwettl
  • 25. Oktober 2016: NMS Ratten, 8673 Ratten
  • 3. November 2016: NMS Leoben Stadt, 8700 Leoben

Besucherstimmen

Sehr geehrte Frau Liska,
ich bewundere Sie sehr! Sie sind mutiger als die meisten Menschen heutzutage. Das Zeitzeugengespräch war wirklich sehr interessant. Ihre Geschichte ist auch so berührend, da man persönliche Einblicke aus dieser schrecklichen Zeit hört. Man kann Sie als gutes Vorbild sehen, daSie sich nie unterkriegen lassen. Sie waren so standhaft und haben Ihren Glauben nie verloren. Ich wünsche Ihnen noch ein langes, gesundes Leben!
Nathalie, Schülerin
Schwierige Schüler, wie die heurigen “verstummen”, denn ihnen wurde “bildlich” und “verbal” gezeigt, was auch Leben bedeuten kann. … unvorstellbar fesselnde Aufbereitung der Biographie, untermauert durch aussagekräftige Bilder und Kurzzitate, die die “Tragweite des Wahnsinns” identest untermauern. Man kann nur dankbar sein als Lehrer, die Möglichkeit zu haben, Persönlichkeiten wie die Frau Ribic hören zu dürfen, denn die Schüler nehmen von dieser Person “Herzensbildung” und DEMUT vor dem Leben mit!
PTS Hallein, Lehrerin
siehe auch SCHULEN/SCHULTERMINE/FEEDBACK ZEITZEUGENGESPRÄCHE
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