Der Verein beschäftigt sich mit der Dokumentation und Aufarbeitung des Schicksals unschuldiger Opfer und dient der Förderung aller Maßnahmen und Tätigkeiten, welche dem Gedenken an die Opfer, der Aufarbeitung der NS-Zeit in historischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht sowie der gesellschaftlichen und rechtlichen Rehabilitierung der Betroffenen dienlich sind.

Zeitzeugen an Schulen

Zahl der anwesenden Schüler und Lehrer bei Zeitzeugengesprächen bisher:
Aktuell: 195.641

Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche
Sie können den Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche als PDF einsehen.

Hermine Liska

Seit 2002 ist sie anerkannte Zeitzeugin, die mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung (früher BM für Unterricht, Kunst und Kultur) eine DVD mit dem Titel “Erziehungsproblem eines Diktators” veröffentlicht hat. Hermine Liska hat ihre zu Herzen gehende Geschichte vor über 170.000 Schülern in ganz Österreich erzählt; darüber hinaus auch an Elite-Universitäten in den USA, wie Harvard, Stanford oder dem Boston College und im Holocaust Museum in Los Angeles. Für ihre Tätigkeit als Zeitzeugin wurde ihr am 12. Mai 2016 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark und am 13. September 2016 das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.

Ingrid Portenschlager

Ingrid Portenschlager ist Zeitzeugin der 2. Generation. Ihr Vater, Ernst Reiter, war viereinhalb Jahre im KZ Flossenbürg inhaftiert. Was er dort erlebt hat und wie sich diese Erlebnisse auf die ganze Familie – auch noch Jahre nach dem Krieg – ausgewirkt haben, sind Gegenstand des Zeitzeugengespräches. Ingrid Portenschlager ist seit 2012 als Zeitzeugin unterwegs.

Judith Ribic

Judith Ribic, die jüngere Schwester von Ingrid Portenschlager ist ebenfalls Zeitzeugin der 2. Generation. Auch sie macht es sich zur Aufgabe Jugendlichen von den Gräueltaten des NS-Regimes zu berichten und sagt: “Ich bin stolz, so einen Vater gehabt zu haben.” Sie begann 2013 mit der Zeitzeugentätigkeit an Schulen.

Peter Portenschlager

“Erinnern darf niemals aufhören. Daher sehe ich es als meine Pflicht, künftig als Zeitzeuge der 3. Generation zu erzählen, wie sich das Verhalten meines Großvaters auf mich persönlich ausgewirkt hat. Meine Erinnerungen an ihn habe ich unter das Thema gestellt “Für welche Seite schlägt mein Herz?”"

Aktuelles


8020 Graz (Eggenberg), Weißenkircherstraße 35

Am 1. Juni 1938 wurde Eduard Wohinz nachweislich als der erste Zeuge Jehovas aus der Grazer Gruppe von der Gestapo verhaftet. Er wurde nach Wien überstellt und im Februar 1939 in das KZ Dachau eingeliefert.
Im September 1939 überstellte man ihn nach Mauthausen, kam jedoch im Februar 1940 wieder zurück nach Dachau, weil er die schwere Arbeit im Steinbruch nicht mehr verrichten konnte. Zwei weitere Jahre hielt er in Dachau durch. Dann erfolgte seine Überstellung in das angebliche “Erholungslager” Hartheim in Oberösterreich. Dort wurde er wahrscheinlich unmittelbar nach dem Eintreffen vergast.
Lebensbericht: Eduard Wohinz

 

Anlässlich der Enthüllung der neuen Gedenktafel in der Gemeinde Techelsberg wurde eine neue Broschüre herausgegeben. Bis Mai 2017 befanden sich die Namen von fünf Männern auf einem Kriegerdenkmal: Anton Uran, Johann Stossier, Gregor Wohlfahrt sen., Gregor Wohlfahrt jun. und Willibald Wohlfahrt (Lebensberichte lesen: Namen anklicken). Sie galten als “vermisst”. Jedoch waren alle fünf Opfer des Nationalsozialismus.
In der neuen Broschüre finden sich deren grausames Schicksal und weitere Lebensberichte über Mitglieder der Glaubensgemeinde Techelsberg.

 

Lebensberichte NEU eingestellt
Neue Lebensberichte
Schicksale kennenlernen … die nicht nur erschüttern oder berühren, sondern auch trösten und ermutigen
Siehe GESCHICHTSARCHIV – OPFERLISTE
Rudolf Stonig – überlebte 5 Jahre grausamste Misshandlungen im KZ Sachsenhausen. Wenn man diesen Bericht liest, fragt man sich: „Wie kann ein Mensch so etwas aushalten und den Glauben bewahren?“
Johann Moser – von seiner Verhaftung bis zu seiner Hinrichtung dauerte es nur knapp 4 ½ Monate.
Emil Blaschek – wurde als 14-Jähriger in die Erziehungsanstalt am Spiegelgrund in Wien eingeliefert und musste schreckliche medizinische Versuche über sich ergehen lassen. Er überlebte.
Stefan Löschenkohl war 5 Jahre im KZ Sachsenhausen.

 

Gedenkveranstaltung - Gerhard Steinacher
Gedenkveranstaltung
Gerhard Steinacher – schießen kann ich nicht
in Planung: Salzburg 2017
bisherige Veranstaltungen:
3. September 2016, 2483 Ebreichsdorf
2. Mai 2016, Donausaal, 4310 Mauthausen
14. März 2016, Leopold-Grünzweig-Zentrum, 2601 Sollenau (bei Wr. Neustadt)
29. Februar 2016, Mostviertelhalle, 3350 Haag, NÖ
13. Mai 2015, Gedenktafelenthüllung 1120 Wien, Längenfeldgasse und Rahmenprogramm Theatersaal, Volkshochschule Wien
Der 19-jährige Gerhard Steinacher verweigerte den Kriegsdienst, denn er wollte niemanden töten. Er griff zu keiner Waffe, sondern folgte der Lehre Christi.
Staatsanwalt, Verteidiger und Richter – keiner konnte ihn verstehen. Es war Krieg und Gehorsam war Pflicht. Die Weigerung, dem Staat bedingungslos zu gehorchen, bezahlte dieser junge Mann mit seinem Leben. Gerhard wurde am 30.3.1940 hingerichtet.
Jahre nach seinem Tod ließ die Mutter auf den Familiengrabstein die bedeutenden Worte setzen: Er starb für Gottes Ehre
Geschichte wiederholt sich, wenn man sich nicht an die Vergangenheit erinnert und christliche Werte und Grundsätze zur Seite schiebt. Daher laden wir zu diesem Rahmenprogramm und der Präsentation der neuen, sehr berührenden DVD über Gerhard Steinacher ein, um zu zeigen, dass es möglich ist, einen Weg des Glaubens ohne Wanken zu gehen.Lebensbericht Gerhard Steinacher

Nächste Schultermine

  • 23. Oktober 2017: LBS Langenlois, 3550 Langenlois
  • 24. Oktober 2017: HLW Zwettl Franziskanerinnen, 3910 Zwettl
  • 6. November 2017: BRG Waidhofen a.d. Thaya, 3830 Waidhofen a.d. Thaya
  • 6. November 2017: HAK Waidhofen a.d. Thaya, 3830 Waidhofen a.d. Thaya
  • 7. November 2017: Landesberufsschule Pöchlarn, 3380 Pöchlarn
  • 7. November 2017: Poly Pischelsdorf, 8212 Pischelsdorf

Besucherstimmen

Über das Zeitzeugengespräch mit Frau Liska:

Ich, bzw. meine gesamte Klasse, freue mich sehr über Ihren Besuch! Ihre Lebensgeschichte ist sehr berührend. Das Theoretische aus dem Unterricht, von Ihnen anders wiedergegeben zu hören, ist faszinierend und sehr spannend. Reale Erfahrungen aus dieser pikanten Zeit von einer echten Zeitzeugin sind Schätze des Gedankengutes. Wir alle können von Ihnen viel lernen und für uns selbst nützen. Ihre individuelle Geschichte, die nur so von Mut strotzt, kann als Vorbild dienen. In jener Zeit, wenn die Masse der Menschen vor lauter Angst sich fügt, haben Sie vorbildhaft protestiert. Vielen Dank!

HLW Fohnsdorf, Lehrer
Über das Zeitzeugengespräch mit Frau Portenschlager:

Von Seite meiner KollegInnen und mir darf ich Ihnen ein ganz, ganz großes Kompliment und Danke schön sagen! Es war, meinem Eindruck nach, für die SchülerInnen ein sehr bewegendes und sehr lange in Erinnerung bleibendes Erlebnis. Viele Unterrichtsstunden können nicht das leisten, was Ihnen heute in zwei Stunden gelungen ist! Auch für mich persönlich waren die beiden Stunden heute sehr berührend und ergreifend und habe mir wieder deutlich vor Augen geführt, wie wichtig Gespräche mit Zeitzeugen (auch der 2. Generation) sind! Ich darf Ihnen nochmals meinen herzlichen Dank ausdrücken und möchte mich jetzt schon für einen Vortragsvormittag mit Ihnen und Frau Portenschlager im kommenden Jahr anmelden!
Es ist jedenfalls eine Erfahrung, die kein/e Schüler/in versäumen sollte! Herzlichen Dank und danke für Ihre Arbeit.

Altes Gymnasium Leoben, Lehrerin
siehe auch SCHULEN/SCHULTERMINE/FEEDBACK ZEITZEUGENGESPRÄCHE
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