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ERINNERUNG FORTSETZEN

Dem Verein Lila Winkel ist das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus anlässlich des 27. Jänner - dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz - ein großes Anliegen

 

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist der Beginn des Erinnerns für 2026 nach einem intensiven Gedenkjahr 2025. Der Verein Lila Winkel erinnert an die Zeugen Jehovas als eine der ersten von der Verfolgung Betroffenen. Sie wurden ab der Machtergreifung Hitlers 1933 als erste Gruppe verfolgt und in Konzentrationslager deportiert. Aus christlicher Überzeugung stellten sie sich gegen das menschenverachtende Regime.

Zeugen Jehovas wurden inhaftiert, misshandelt und ermordet, weil sie den Hitlergruß verweigerten und den Kriegsdienst aus Gewissensgründen ablehnten. Ihr Beispiel zeigt, wie wichtig Zivilcourage und Gewissensfreiheit sind.

Seine gelebte Erinnerungskultur wird der Verein Lila Winkel auch 2026 intensiv fortsetzen und so sind bereits viele Zeitzeugengespräche an Schulen in ganz Österreich vereinbart. Besonders für die jüngere Generation schafft Erinnerung historisches Bewusstsein und fördert ethisches Handeln, Zivilcourage und die Bereitschaft, Verantwortung für eine offene und humane Gesellschaft zu übernehmen.

 

Download Pressemitteilung


 

 

N e u e s   P r o j e k t

Hermine Liska

Zurück in die Schulklassen

„Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.“ 

(Honoré de Balzac)

Hermine Liska war über 20 Jahre als Zeitzeugin unterwegs und erzählte über ihr Leben – eine Geschichte, die auch Jugendliche unserer Zeit bewegt. Einige unserer Referentinnen/Referenten begleiteten Hermine Liska jahrelang. So ist es möglich, dass sie über Hermines Leben berichten und viele ihrer bemerkenswerten Geschichten über Mut, Glauben und Tapferkeit erzählen.

Mit dem NEUEN PROJEKT des Vereins LILA WINKEL lebt die Geschichte weiter und kehrt in die Schulklassen zurück.

Nähere Informationen

 


 

Timewitnesses

Next school dates

Here is the full table with filter ability

Date School Zip City Timewitness Feedback
02.02.2026 HAK Schärding 4780 Schärding Judith Ribic
02.02.2026 BG/BRG Schärding 4780 Schärding Hermine Liska Gedenkprojekt
03.02.2026 MS Rottenmann 8786 Rottenmann Friedrich Tschoggl
03.02.2026 HAK Schärding 4780 Schärding Judith Ribic
03.02.2026 BG/BRG Schärding 4780 Schärding Hermine Liska Gedenkprojekt
04.02.2026 BG/BRG Schärding 4780 Schärding Judith Ribic
04.02.2026 BG/BRG Schärding 4780 Schärding Hermine Liska Gedenkprojekt
06.02.2026 MS St. Johann Graz Mariatrost 8043 Graz Mariatrost Judith Ribic
09.02.2026 BG/BRG 2 Weiz 8160 Weiz Judith Ribic
09.02.2026 MS Seckau 8732 Seckau Friedrich Tschoggl
10.02.2026 MS Eggersdorf 8063 Eggersdorf bei Graz Judith Ribic
10.02.2026 LFS Hafendorf Kapfenberg 8605 Kapfenberg Friedrich Tschoggl
11.02.2026 MS Haidershofen 4431 Haidershofen Hermine Liska Gedenkprojekt
11.02.2026 Landwirschaftliche Berufs- und Fachschule Kleinraming 4442 Kleinraming Ernst Reiter Gedenkprojekt
12.02.2026 Poly Weiz 8160 Weiz Friedrich Tschoggl
12.02.2026 HLW Steyr 4400 Steyr Ernst Reiter Gedenkprojekt
12.02.2026 Poly St. Peter in der Au 3352 St. Peter in der Au Ernst Reiter Gedenkprojekt
16.02.2026 Landesberufsschule Bludenz 6700 Bludenz Ingrid Portenschlager
17.02.2026 BSBZ Bäuerliches Schul- und Bildungszentrum Hohenems 6845 Hohenems Ingrid Portenschlager
17.02.2026 PTS Thüringen 6712 Thüringen Ingrid Portenschlager
18.02.2026 Sportgymnasium Dornbirn 6850 Dornbirn Ingrid Portenschlager
18.02.2026 HTL Dornbirn 6850 Dornbirn Ingrid Portenschlager
18.02.2026 Gymnasium Schillerstraße Feldkirch 6800 Feldkirch Ingrid Portenschlager
19.02.2026 BORG Dornbirn Schoren 6850 Dornbirn Ingrid Portenschlager
19.02.2026 BORG Egg 6863 Egg Ingrid Portenschlager
20.02.2026 HAK/HASCH Bludenz 6700 Bludenz Ingrid Portenschlager
23.02.2026 HAK Weiz 8160 Weiz Judith Ribic
23.02.2026 MS St. Michael bei Leoben 8770 St. Michael in Obersteiermark Friedrich Tschoggl
23.02.2026 MS Mitterdorf St. Barbara im Mürztal 8662 Mitterdorf im Mürztal Hermine Liska Gedenkprojekt
24.02.2026 MS Markt Hartmannsdorf 8311 Markt Hartmannsdorf Judith Ribic
24.02.2026 BRG St. Martin Villach 9000 Villach Peter Stocker
25.02.2026 BG/BRG Weiz 8160 Weiz Judith Ribic
25.02.2026 MS Thörl 8621 Thörl Friedrich Tschoggl
25.02.2026 BRG St. Martin Villach 9000 Villach Peter Stocker
25.02.2026 SMS Waidhofen a.d. Ybbs 3340 Waidhofen an der Ybbs Ingrid Portenschlager
26.02.2026 HLW Weiz 8160 Weiz Judith Ribic
26.02.2026 MS Krieglach 8670 Krieglach Hermine Liska Gedenkprojekt
03.03.2026 MS Pöchlarn 3380 Pöchlarn Hermine Liska Gedenkprojekt

Number of attendees (pupils & teachers) in eyewitness talks293.028 Attendees

Why at schools?

Weil es nur mehr wenige Zeitzeugen gibt, die wir noch fragen können …

Weil man das vergangene Unrecht nicht vergessen darf …

Weil Gruppenzwang und Gewalt an Schulen zunehmen …

Weil es immer Feindseligkeit und Ausgrenzung gibt ...

Weil Mobbing auf der Tagesordnung steht …

Weil man das Gewissen eines anderen respektieren soll …

Weil man hofft, dass Menschen doch aus Fehlern lernen …

Weil die kriegerischen Auseinandersetzungen kein Ende nehmen …

Weil sich Geschichte leicht wiederholen könnte …

Weil wir das Gebot haben "Liebe deinen Nächsten" ...

Weil wir für Frieden und Gerechtigkeit arbeiten wollen …

Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche (pdf hier anklicken)

Der pädagogische Wert dieser Zeitzeugengespräche liegt darin, zu zeigen, wozu Intoleranz, geschickt geschürte Vorurteile und verhetzende Propaganda führen können.

Außerdem soll die heutige Jugend dazu angehalten werden, ein gesundes Selbstbewusstsein zu erlernen und ‚nein‘ zu negativem Gruppenzwang (auch bei Alkohol und Drogen), Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten zu sagen.

Latest news

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Diese Erklärung äußerte Gerhard Steinacher in seinem Gnadengesuch. Die einfachen Worte sprechen Bände über die christlichen Werte, die sein Leben bestimmten. Die Familie Steinacher kam in den 1930er-Jahren mit Bibelforschern, heute Zeugen Jehovas, in Kontakt. Ein Vermerk auf der Rückseite seines Taufscheins zeigt, dass Gerhard am 28. Februar 1938 aus der röm. kath. Kirche ausgetreten ist.

Er wurde am 15. September 1939 um ca. 15 Uhr verhaftet. Über einen Monat verbrachte er in der Haftanstalt in der Hardtmuthgasse 42 in 1010 Wien und wurde am 28. Oktober 1939 in das Untersuchungsgefängnis nach Berlin NW 40 Alt-Moabit, überstellt.

Die erste Verhandlung fand am 11. November 1939 statt und Gerhard Steinacher wurde wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tode und zur Wehrunwürdigkeit verurteilt. “Ich will ja arbeiten”, sagte er immer wieder, aber “schießen kann ich nicht”.
Am 2. März 1940 wurde eine zweite Verhandlung angesetzt. Das Gnadengesuch wurde aber abgelehnt und das 1. Urteil bestätigt. Infolgedessen wurde Gerhard Steinacher am 30. März 1940 um 6 Uhr früh durch das Fallbeil hingerichtet.

Noch in seinem Abschiedsbrief an die Eltern beteuerte er, dass er nicht gegen sein Gewissen handeln könne.

Lebensbericht und die Briefe zwischen Gerhard und seinen Eltern: Gerhard Steinacher

Bericht auf jw.org Gedenktafel zu Ehren eines Zeugen Jehovas http://www.jw.org/en/news/releases/by-region/austria/gerhard-steinacher-memorial-plaque/

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Wie Alex Ebstein die Konzentrationslager Auschwitz, Sachsenhausen und Flossenbürg überlebte und zu einem erfüllten Leben fand

von Christoph Wilker

Alex Ebstein lernte schon früh in seinem Leben, nicht aufzugeben. Er musste das lernen, sonst wäre er verloren gewesen. Selbst im Konzentrationslager Auschwitz war er immer davon überzeugt, die Hitlerzeit zu überleben. Im Konzentrationslager Flossenbürg befürchtete er, den Steinbruch nicht zu überleben.

Alex kam 1926 in einer jüdischen Familie zur Welt und wurde mit sechs Jahren eingeschult. Er kam in eine Gemeinschaftsschule für Kinder aus Familien, die anderen Konfessionen als der evangelischen oder der katholischen, angehörten. “In der Schule verspürte ich keinen Hass. Wir Juden wurden normal behandelt. Das änderte sich auch nicht, als Hitler 1933 an die Macht kam”, erinnerte sich Alex. Er bezeichnete sein Elternhaus als jüdisch-liberal. Doch es kam – wie allgmein bekannt – Verweis von der öffentlichen Schule, Verlust von Arbeit und Wohnung, Judenstern, Deportation. Die Fahrt nach Auschwitz waren die letzten Stunden, die Alex mit seiner Mutter verbrachte.

Im Konzentrationslager Sachsenhausen hatte Alex das erste Mal von den “Bibelforschern” gehört. Doch erst im KZ Flossenbürg kam es zu einer ersten persönlichen Begegnung mit einem Mitglied. Alex traf den Ukrainer Daniel Budakowsky. Das war der Wendepunkt in seinem Leben.

ISBN: 978-3-86222-315-2 zu bestellen bei Amazon

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Wie Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus jüdischen Mitmenschen beistanden
Christoph Wilker

Bisher weitgehend unbekannt, setzten die Zeugen Jehovas während der Zeit des Nationalsozialismus immer wieder ein Zeichen gegen den vorherrschenden Antisemitismus in der Gesellschaft, indem sie als „jüdisch“ verfolgten Personen halfen. In jahrelanger Recherche hat Christoph Wilker dafür Belege gesammelt und stellt nun einige bewegende Einzelschicksale vor, wie das des jungen Berliners Dagobert Lewin, der 1942 bei einer Familie von Zeugen Jehovas Schutz fand.
Seine Recherchen beleuchten eine bisher wenig beachtete Seite des zivilen Widerstands. „In diesem Buch sind Berichte von Zeugen Jehovas zusammengetragen, die ― spät genug ― ein helles Licht auf einen weithin unbekannten Aspekt der Hilfe für Juden und deren Rettung werfen.“ (Prof. Dr. Wolfgang Benz, Historiker, Antisemitismusforscher).

Bestellung bei Amazon: Die unbekannten Judenhelfer, Christoph Wilker
ISBN 978-3862224357

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