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Gedenkfeier im ehemaligen KZ GUSEN und Gedenken bei der Erinnerungstafel von Jehovas Zeugen

Samstag, 9. Mai 2026

 

Gedenken um 17 Uhr am EHEMALIGEN APPELLPLATZ GUSEN, Langenstein
Gedenken um 18.30 Uhr bei der Erinnerungstafel von Jehovas Zeugen

 

Am 5. Mai 2026 jährt sich die Befreiung der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen zum 81. Mal. Aus diesem Anlass findet im ehemaligen KZ Gusen eine Gedenkfeier statt, die das Erinnern, das gemeinsame Gedenken und die Verantwortung für die Zukunft in den Mittelpunkt stellt.

Im Zentrum der Veranstaltung stehen auch in diesem Jahr die Redebeiträge internationaler Gruppierungen, die die Vielfalt der Erinnerung und die weltweite Bedeutung dieses Gedenkens widersüiegeln. 

Zeugen Jehovas zählten in diesem Lager zu den ersten Häftlingen. 77 Zeugen Jehovas waren von 1939 bis 1945 nach bisherigen Forschungen in Gusen registriert. Es waren zunächst vorwiegend Deutsche und Österreicher, die zuvor bereits im KZ Dachau waren und im Herbst 1939 in einer Gruppe von 144 Zeugen Jehovas nach Mauthausen kamen. Sie waren im Winter 1939 unter extremen Bedingungen am Aufbau des Lagers Gusen I beteiligt. Dann mussten sie vorwiegend im Steinbruch oder in verschiedenen Werkstätten arbeiten. Untergebracht waren sie alle gemeinsam in Block 15.

Auch in diesem Lager bewahrten sie ihre stark religiös geprägte Identität und entwickelten Strategien der Solidarität und des Überlebens. Sie verweigerten sich den Forderungen der SS, wenn diese ihren Glaubensansichten widersprachen und pflegten weiterhin ihre religiöse Aktivitäten. Sogar Taufen wurden durchgeführt.

Der SS-Oberscharführer Franz Walek war von dem Verhalten der Zeugen Jehovas beeindruckt, was zu heimlichen religiösen Gesprächen mit einzelnen Zeugen Jehovas führte. Franz Walek wurde nach dem Krieg ein Zeuge Jehovas.

 


 

Internationale BEFREIUNGSFEIER MAUTHAUSEN

"TÄTER UND TÄTERINNEN IM NATIONALSOZIALISMUS"

Sonntag, 10. Mai 2026

Treffpunkt: 10 Uhr GEDENKSTÄTTE, 4310 Mauthausen, Stiege oben rechts neben dem Haupteingang
Gedenkfeier: 10.30 Uhr bei der Gedenktafel von Jehovas Zeugen

Die Zeugen Jehovas gehörten in den Konzentrationslagern zu den ersten Häftlingen und erhielten ab 1937 aufgrund ihrer großen Anzahl als einzige religiöse Gruppe eine eigene Kennzeichnung - den lila Winkel. Bis 1942 wurden sie besonders unbarmherzig behandelt. Wenn sie in ein Konzentrationslager eingeliefert wurden, kamen sie zuerst prinzipiell in die Strafkompanie und wurden von den anderen Häftlingen isoliert.

Zeugen Jehovas waren von 1938 bis 1945 sowohl im Hauptlager als auch in beinahe allen Nebenlagern des Konzentrationslagers Mauthausen anzutreffen. Am 29. September 1939 kam es aufgrund der vorübergehenden Auflösung des KZ Dachau zum größten geschlossenen Transport nach Mauthausen, nämlich von 144 Zeugen Jehovas. Diese Häftlinge, die sich vor allem aus deutschen und österreichischen Zeugen Jehovas zusammensetzten, waren teilweise schon seit 1935 in Dachau interniert.

Trotz der unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen bewahrten die Zeugen Jehovas ihre stark religiös geprägte Identität und entwickelten Strategien der Solidarität und des Überlebens. Selbst im Lager verweigerten sie sich Forderungen der SS, wenn diese ihren Glaubensansichten widersprachen und versuchten neue Gläubige zu missionieren. Die Zeugen Jehovas blieben auch unter Extremverhältnissen ihren aus der Bibel entnommenen Grundsätzen treu und handelten gemäß ihrem Gewissen.


 


 

N e u e s   P r o j e k t

Hermine Liska

Zurück in die Schulklassen

„Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.“ 

(Honoré de Balzac)

Hermine Liska war über 20 Jahre als Zeitzeugin unterwegs und erzählte über ihr Leben – eine Geschichte, die auch Jugendliche unserer Zeit bewegt. Einige unserer Referentinnen/Referenten begleiteten Hermine Liska jahrelang. So ist es möglich, dass sie über Hermines Leben berichten und viele ihrer bemerkenswerten Geschichten über Mut, Glauben und Tapferkeit erzählen.

Mit dem NEUEN PROJEKT des Vereins LILA WINKEL lebt die Geschichte weiter und kehrt in die Schulklassen zurück.

Nähere Informationen

 


 

Timewitnesses

Next school dates

Here is the full table with filter ability

Date School Zip City Timewitness Feedback
28.04.2026 MS Knittelfeld 8720 Knittelfeld Hermine Liska Gedenkprojekt
28.04.2026 MS Kaindorf bei Hartberg 8224 Kaindorf bei Hartberg Hermine Liska Gedenkprojekt
30.04.2026 MS Trieben 8784 Trieben Judith Ribic
04.05.2026 PÄDAG Klagenfurt 9020 Klagenfurt am Wörthersee Peter Stocker
05.05.2026 MS Poly Pischelsdorf 8212 Pischelsdorf am Kulm Friedrich Tschoggl
05.05.2026 MS Neumarkt 8820 Neumarkt in Steiermark Judith Ribic
06.05.2026 MS Hartberg 8230 Hartberg Hermine Liska Gedenkprojekt
06.05.2026 MS Eggersdorf 8063 Eggersdorf bei Graz Judith Ribic
07.05.2026 MS Althofen 9330 Althofen Kessia Färberböck
07.05.2026 BHAK Bludenz 6700 Bludenz Ingrid Portenschlager
07.05.2026 PTS Bludenz 6700 Bludenz Ingrid Portenschlager
07.05.2026 Höhere Lehranstalt - Fachschule für wirtschaftliche Berufe Dornbirn 6850 Dornbirn Ingrid Portenschlager
08.05.2026 PTS Thüringen 6712 Thüringen Ingrid Portenschlager
11.05.2026 MS Mureck 8480 Mureck Hermine Liska Gedenkprojekt
11.05.2026 Poly Mureck 8480 Mureck Hermine Liska Gedenkprojekt
11.05.2026 MS St. Pantaleon 4303 St. Pantaleon Ingrid Portenschlager
11.05.2026 MS Hochburg-Ach 5122 Hochburg-Ach Ingrid Portenschlager
11.05.2026 MS Pischelsdorf 8212 Pischelsdorf am Kulm Judith Ribic
12.05.2026 BRG Fürstenfeld 8280 Fürstenfeld Hermine Liska Gedenkprojekt
12.05.2026 Staatliche Berufsschule II Traunstein Deutschland 83278 Traunstein Deutschland Ingrid Portenschlager
13.05.2026 BRG Fürstenfeld 8280 Fürstenfeld Peter Stocker
19.05.2026 BG/BRG Leibnitz Wagnastraße 8430 Leibnitz Ingrid Portenschlager
19.05.2026 HTL Waidhofen a.d. Ybbs 3340 Waidhofen an der Ybbs Ernst Reiter Gedenkprojekt
20.05.2026 BG/BRG Leibnitz Wagnastraße 8430 Leibnitz Ingrid Portenschlager
20.05.2026 BRG Rohrbach-Berg 4150 Rohrbach-Berg Hermine Liska Gedenkprojekt
20.05.2026 MS Vorderweißenbach 4191 Vorderweißenbach Hermine Liska Gedenkprojekt
21.05.2026 HBLW Landwied Linz 4020 Linz Ernst Reiter Gedenkprojekt
22.05.2026 BFS Pöchlarn 3380 Pöchlarn Ernst Reiter Gedenkprojekt
22.05.2026 BFS Langenlois 3550 Langenlois Ernst Reiter Gedenkprojekt
26.05.2026 BRG Steyr 4400 Steyr Judith Ribic
26.05.2026 MS Rudigier Steyr 4400 Steyr Hermine Liska Gedenkprojekt

Number of attendees (pupils & teachers) in eyewitness talks299.465 Attendees

Why at schools?

Weil es nur mehr wenige Zeitzeugen gibt, die wir noch fragen können …

Weil man das vergangene Unrecht nicht vergessen darf …

Weil Gruppenzwang und Gewalt an Schulen zunehmen …

Weil es immer Feindseligkeit und Ausgrenzung gibt ...

Weil Mobbing auf der Tagesordnung steht …

Weil man das Gewissen eines anderen respektieren soll …

Weil man hofft, dass Menschen doch aus Fehlern lernen …

Weil die kriegerischen Auseinandersetzungen kein Ende nehmen …

Weil sich Geschichte leicht wiederholen könnte …

Weil wir das Gebot haben "Liebe deinen Nächsten" ...

Weil wir für Frieden und Gerechtigkeit arbeiten wollen …

Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche (pdf hier anklicken)

Der pädagogische Wert dieser Zeitzeugengespräche liegt darin, zu zeigen, wozu Intoleranz, geschickt geschürte Vorurteile und verhetzende Propaganda führen können.

Außerdem soll die heutige Jugend dazu angehalten werden, ein gesundes Selbstbewusstsein zu erlernen und ‚nein‘ zu negativem Gruppenzwang (auch bei Alkohol und Drogen), Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten zu sagen.

Latest news

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Diese Erklärung äußerte Gerhard Steinacher in seinem Gnadengesuch. Die einfachen Worte sprechen Bände über die christlichen Werte, die sein Leben bestimmten. Die Familie Steinacher kam in den 1930er-Jahren mit Bibelforschern, heute Zeugen Jehovas, in Kontakt. Ein Vermerk auf der Rückseite seines Taufscheins zeigt, dass Gerhard am 28. Februar 1938 aus der röm. kath. Kirche ausgetreten ist.

Er wurde am 15. September 1939 um ca. 15 Uhr verhaftet. Über einen Monat verbrachte er in der Haftanstalt in der Hardtmuthgasse 42 in 1010 Wien und wurde am 28. Oktober 1939 in das Untersuchungsgefängnis nach Berlin NW 40 Alt-Moabit, überstellt.

Die erste Verhandlung fand am 11. November 1939 statt und Gerhard Steinacher wurde wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tode und zur Wehrunwürdigkeit verurteilt. “Ich will ja arbeiten”, sagte er immer wieder, aber “schießen kann ich nicht”.
Am 2. März 1940 wurde eine zweite Verhandlung angesetzt. Das Gnadengesuch wurde aber abgelehnt und das 1. Urteil bestätigt. Infolgedessen wurde Gerhard Steinacher am 30. März 1940 um 6 Uhr früh durch das Fallbeil hingerichtet.

Noch in seinem Abschiedsbrief an die Eltern beteuerte er, dass er nicht gegen sein Gewissen handeln könne.

Lebensbericht und die Briefe zwischen Gerhard und seinen Eltern: Gerhard Steinacher

Bericht auf jw.org Gedenktafel zu Ehren eines Zeugen Jehovas http://www.jw.org/en/news/releases/by-region/austria/gerhard-steinacher-memorial-plaque/

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Wie Alex Ebstein die Konzentrationslager Auschwitz, Sachsenhausen und Flossenbürg überlebte und zu einem erfüllten Leben fand

von Christoph Wilker

Alex Ebstein lernte schon früh in seinem Leben, nicht aufzugeben. Er musste das lernen, sonst wäre er verloren gewesen. Selbst im Konzentrationslager Auschwitz war er immer davon überzeugt, die Hitlerzeit zu überleben. Im Konzentrationslager Flossenbürg befürchtete er, den Steinbruch nicht zu überleben.

Alex kam 1926 in einer jüdischen Familie zur Welt und wurde mit sechs Jahren eingeschult. Er kam in eine Gemeinschaftsschule für Kinder aus Familien, die anderen Konfessionen als der evangelischen oder der katholischen, angehörten. “In der Schule verspürte ich keinen Hass. Wir Juden wurden normal behandelt. Das änderte sich auch nicht, als Hitler 1933 an die Macht kam”, erinnerte sich Alex. Er bezeichnete sein Elternhaus als jüdisch-liberal. Doch es kam – wie allgmein bekannt – Verweis von der öffentlichen Schule, Verlust von Arbeit und Wohnung, Judenstern, Deportation. Die Fahrt nach Auschwitz waren die letzten Stunden, die Alex mit seiner Mutter verbrachte.

Im Konzentrationslager Sachsenhausen hatte Alex das erste Mal von den “Bibelforschern” gehört. Doch erst im KZ Flossenbürg kam es zu einer ersten persönlichen Begegnung mit einem Mitglied. Alex traf den Ukrainer Daniel Budakowsky. Das war der Wendepunkt in seinem Leben.

ISBN: 978-3-86222-315-2 zu bestellen bei Amazon

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Wie Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus jüdischen Mitmenschen beistanden
Christoph Wilker

Bisher weitgehend unbekannt, setzten die Zeugen Jehovas während der Zeit des Nationalsozialismus immer wieder ein Zeichen gegen den vorherrschenden Antisemitismus in der Gesellschaft, indem sie als „jüdisch“ verfolgten Personen halfen. In jahrelanger Recherche hat Christoph Wilker dafür Belege gesammelt und stellt nun einige bewegende Einzelschicksale vor, wie das des jungen Berliners Dagobert Lewin, der 1942 bei einer Familie von Zeugen Jehovas Schutz fand.
Seine Recherchen beleuchten eine bisher wenig beachtete Seite des zivilen Widerstands. „In diesem Buch sind Berichte von Zeugen Jehovas zusammengetragen, die ― spät genug ― ein helles Licht auf einen weithin unbekannten Aspekt der Hilfe für Juden und deren Rettung werfen.“ (Prof. Dr. Wolfgang Benz, Historiker, Antisemitismusforscher).

Bestellung bei Amazon: Die unbekannten Judenhelfer, Christoph Wilker
ISBN 978-3862224357

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