Gedenkfeier KZ-Außenlager Bretstein, Obersteiermark

                        Samstag, 29. Juni 2024 um 11 Uhr

SIE HÄTTEN NACH HAUSE GEHEN KÖNNEN ...

Jehovas Zeugen wurden vom NS-Regime verfolgt und in Konzentrationslager gebracht, weil sie sich weigerten, einen Anteil an diesem unmenschlichen Regime zu haben.

Sie lehnten es ab mit "Heil Hitler" zu grüßen, denn aufgrund ihrer biblischen Überzeugung kommt die Rettung nicht von einem Menschen. Das Gebot "Du sollst nicht töten" war ihre Leitlinie, keine Waffe in die Hand zu nehmen und keinen Menschen zu erschießen. Aus Gewissensgründen lehnten sie jede Arbeit in Rüstungsindustrien ab.

In den Konzentrationslagern bildeten Jehovas Zeugen eine eigenständige Häftlingskategorie und wurden mit einem lila Winkel stigmatisiert.

Das Besondere an ihrer Haft war, dass sie im Gegensatz zu anderen Gefangenen, aus dem Gefängnis oder dem Konzentrationslager HÄTTEN NACH HAUSE GEHEN KÖNNEN, wenn sie eine sogenannte „Erklärung“ unterzeichnet hätten, durch die sie ihrem Glauben abgeschworen hätten. Sie wollten allerdings ihrer christlichen Überzeugung treu bleiben.

Wie würde die Welt aussehen, wenn sich die Menschen an den einfachen Ausspruch Jesu halten würden: „Du sollst den Nächsten lieben.“

Ein einziger Satz könnte sie verändern.

Zeitzeug:innen

Die nächsten Schultermine

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Datum Schule PLZ Ort Zeitzeug:in Feedback
25.06.2024 MS Langenwang 8665 Langenwang Friedrich Tschoggl
25.06.2024 MS Langenwang 8665 Langenwang Friedrich Tschoggl
26.06.2024 MS1 Leibnitz Wagnastraße 8430 Leibnitz Judith Ribic
28.06.2024 MS Webling 8053 Graz-Neuhart Judith Ribic
28.06.2024 MS Weißkirchen i.d. Stmk 8741 Weißkirchen in Steiermark Friedrich Tschoggl
04.07.2024 LBS Bad Gleichenberg 8344 Bad Gleichenberg Ingrid Portenschlager
05.07.2024 LBS Voitsberg 8570 Voitsberg Ingrid Portenschlager

Anwesendenzahl (Schüler:innen & Lehrer:innen) bei Zeitzeugengesprächen275.523 Anwesende

Warum an Schulen?

Weil es nur mehr wenige Zeitzeugen gibt, die wir noch fragen können …

Weil man das vergangene Unrecht nicht vergessen darf …

Weil Gruppenzwang und Gewalt an Schulen zunehmen …

Weil es immer Feindseligkeit und Ausgrenzung gibt ...

Weil Mobbing auf der Tagesordnung steht …

Weil man das Gewissen eines anderen respektieren soll …

Weil man hofft, dass Menschen doch aus Fehlern lernen …

Weil die kriegerischen Auseinandersetzungen kein Ende nehmen …

Weil sich Geschichte leicht wiederholen könnte …

Weil wir das Gebot haben "Liebe deinen Nächsten" ...

Weil wir für Frieden und Gerechtigkeit arbeiten wollen …

Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche

Der pädagogische Wert dieser Zeitzeugengespräche liegt darin, zu zeigen, wozu Intoleranz, geschickt geschürte Vorurteile und verhetzende Propaganda führen können.

Außerdem soll die heutige Jugend dazu angehalten werden, ein gesundes Selbstbewusstsein zu erlernen und ‚nein‘ zu negativem Gruppenzwang (auch bei Alkohol und Drogen), Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten zu sagen.

Aktuelles

Die unbekannten Judenhelfer

Wie Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus jüdischen Mitmenschen beistanden
Christoph Wilker

Bisher weitgehend unbekannt, setzten die Zeugen Jehovas während der Zeit des Nationalsozialismus immer wieder ein Zeichen gegen den vorherrschenden Antisemitismus in der Gesellschaft, indem sie als „jüdisch“ verfolgten Personen halfen. In jahrelanger Recherche hat Christoph Wilker dafür Belege gesammelt und stellt nun einige bewegende Einzelschicksale vor, wie das des jungen Berliners Dagobert Lewin, der 1942 bei einer Familie von Zeugen Jehovas Schutz fand.
Seine Recherchen beleuchten eine bisher wenig beachtete Seite des zivilen Widerstands. „In diesem Buch sind Berichte von Zeugen Jehovas zusammengetragen, die ― spät genug ― ein helles Licht auf einen weithin unbekannten Aspekt der Hilfe für Juden und deren Rettung werfen.“ (Prof. Dr. Wolfgang Benz, Historiker, Antisemitismusforscher).

Bestellung bei Amazon: Die unbekannten Judenhelfer, Christoph Wilker
ISBN 978-3862224357

Und wieder war ich gerettet

Wie Alex Ebstein die Konzentrationslager Auschwitz, Sachsenhausen und Flossenbürg überlebte und zu einem erfüllten Leben fand

von Christoph Wilker

Alex Ebstein lernte schon früh in seinem Leben, nicht aufzugeben. Er musste das lernen, sonst wäre er verloren gewesen. Selbst im Konzentrationslager Auschwitz war er immer davon überzeugt, die Hitlerzeit zu überleben. Im Konzentrationslager Flossenbürg befürchtete er, den Steinbruch nicht zu überleben.

Alex kam 1926 in einer jüdischen Familie zur Welt und wurde mit sechs Jahren eingeschult. Er kam in eine Gemeinschaftsschule für Kinder aus Familien, die anderen Konfessionen als der evangelischen oder der katholischen, angehörten. “In der Schule verspürte ich keinen Hass. Wir Juden wurden normal behandelt. Das änderte sich auch nicht, als Hitler 1933 an die Macht kam”, erinnerte sich Alex. Er bezeichnete sein Elternhaus als jüdisch-liberal. Doch es kam – wie allgmein bekannt – Verweis von der öffentlichen Schule, Verlust von Arbeit und Wohnung, Judenstern, Deportation. Die Fahrt nach Auschwitz waren die letzten Stunden, die Alex mit seiner Mutter verbrachte.

Im Konzentrationslager Sachsenhausen hatte Alex das erste Mal von den “Bibelforschern” gehört. Doch erst im KZ Flossenbürg kam es zu einer ersten persönlichen Begegnung mit einem Mitglied. Alex traf den Ukrainer Daniel Budakowsky. Das war der Wendepunkt in seinem Leben.

ISBN: 978-3-86222-315-2 zu bestellen bei Amazon

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