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Einweihung des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas

Dienstag, 23. Juni 2026, 15:00 – 16:30 Uhr
Akademie der Künste, Berlin

Der Livestream beginnt um 14:45 Uhr. Es ist kein Login nötig.

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und

Mittwoch, 24. Juni 2026, 11:00 – 12:00 Uhr
Tiergarten – Nähe Goldfischteich, Berlin

Der Livestream beginnt um 10:45 Uhr. Es ist kein Login nötig.

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Gedenkveranstaltung im KZ-Außenlager Bretstein, Bretsteingraben, Obersteiermark

Samstag, 27. Juni 2026 um 11 Uhr

 

Nur eine einzige Unterschrift. Dieser eine Satz unterscheidet das Schicksal der Zeugen Jehovas von fast allen anderen Opfergruppen des Nationalsozialismus. Während Millionen Menschen wegen ihrer Herkunft, ihrer Identität oder ihrer politischen Orientierung unentrinnbar der Vernichtungsmaschinerie ausgeliefert waren, stand den Zeugen Jehovas eine Tür offen. Es brauchte dafür nur eine einzige Unterschrift. Eine Unterschrift auf der sogenannten „Erklärung“, mit der sie ihrem Glauben abschwören, das Regime anerkennen und sich zum Kriegsdienst verpflichten sollten. Doch sie unterschrieben nicht. Sie blieben im Lager. Sie wählten die Haft, die Folter und oft den Tod, um ihrem Gewissen treu zu bleiben.

Die Nationalsozialisten verfolgten Jehovas Zeugen unerbittlich, weil sich diese Gemeinschaft konsequent weigerte, Teil des unmenschlichen Systems zu sein:

  • Kein „Heil Hitler“-Gruss: Ihre biblische Überzeugung verbot es ihnen, einem Menschen göttliche Ehre oder das Versprechen der Rettung zuzuschreiben.
  • Keine Waffen: Das Gebot „Du sollst nicht töten“ war für sie eine absolute Leitlinie. Sie verweigerten den Kriegsdienst und den Dienst an der Waffe.
  • Keine Kriegswirtschaft: Aus Gewissensgründen lehnten sie jede Arbeit in der Rüstungsindustrie ab, die dem Sterben an der Front diente.

Sie bewiesen, dass die Würde des Menschen und der persönliche Glaube stärker sein können als der totale Terror eines Unrechtsstaates.

Wenn wir heute an diese mutigen Menschen erinnern, bleibt eine fundamentale Frage für unsere eigene Zeit zurück. Wie würde unsere Welt heute aussehen, wenn sich die Menschheit an den einfachen, aber revolutionären Ausspruch Jesu halten würde: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“?

Ein einziger Satz besitzt die Kraft, Hass zu überwinden, Kriege zu beenden und die Welt grundlegend zu verändern. Das Erbe der Menschen mit dem lila Winkel ist die Mahnung an uns alle, dieser Liebe und dem eigenen Gewissen auch dann treu zu bleiben, wenn der Preis dafür hoch ist.

 


 

 

N e u e s   P r o j e k t

Hermine Liska

Zurück in die Schulklassen

„Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.“ 

(Honoré de Balzac)

Hermine Liska war über 20 Jahre als Zeitzeugin unterwegs und erzählte über ihr Leben – eine Geschichte, die auch Jugendliche unserer Zeit bewegt. Einige unserer Referentinnen/Referenten begleiteten Hermine Liska jahrelang. So ist es möglich, dass sie über Hermines Leben berichten und viele ihrer bemerkenswerten Geschichten über Mut, Glauben und Tapferkeit erzählen.

Mit dem NEUEN PROJEKT des Vereins LILA WINKEL lebt die Geschichte weiter und kehrt in die Schulklassen zurück.

Nähere Informationen

 


 

Zeitzeug:innen

Die nächsten Schultermine

Hier geht’s zur vollständigen Tabelle mit Filtermöglichkeit

Datum Schule PLZ Ort Zeitzeug:in Feedback
08.06.2026 MS Judenburg 8750 Judenburg Judith Ribic
09.06.2026 TBFS Lienz 9900 Lienz Peter Stocker
09.06.2026 MS Waidmannsdorf Klagenfurt 9020 Klagenfurt am Wörthersee Hermine Liska Gedenkprojekt
09.06.2026 MS1 Weiz 8160 Weiz Judith Ribic
10.06.2026 BRG Lienz 9900 Lienz Hermine Liska Gedenkprojekt
11.06.2026 MS Sillian 9920 Sillian Hermine Liska Gedenkprojekt
11.06.2026 BRG Lienz 9900 Lienz Hermine Liska Gedenkprojekt
12.06.2026 BORG Lienz 9900 Lienz Peter Stocker
15.06.2026 MS 2 Wörgl 6300 Wörgl Hermine Liska Gedenkprojekt
16.06.2026 MS 2 Jenbach 6200 Jenbach Hermine Liska Gedenkprojekt
16.06.2026 MS1 Jenbach 6200 Jenbach Hermine Liska Gedenkprojekt
17.06.2026 BRG Unterstufe Adolf Pichlerplatz Innsbruck 6020 Innsbruck Hermine Liska Gedenkprojekt
17.06.2026 BRG Oberstufe Adolf Pichlerplatz Innsbruck 6020 Innsbruck Ernst Reiter Gedenkprojekt
18.06.2026 BORG Unterstufe Telfs 6410 Telfs Hermine Liska Gedenkprojekt
18.06.2026 ECO HAK Telfs 6410 Telfs Ernst Reiter Gedenkprojekt
18.06.2026 BORG Oberstufe Telfs 6410 Telfs Ernst Reiter Gedenkprojekt
19.06.2026 Akademisches Gymnasium Innsbruck 6010 Innsbruck Hermine Liska Gedenkprojekt
19.06.2026 MS Seefeld 6100 Seefeld in Tirol Hermine Liska Gedenkprojekt
25.06.2026 MS Graz Webling 8053 Graz-Neuhart Hermine Liska Gedenkprojekt

Anwesendenzahl (Schüler:innen & Lehrer:innen) bei Zeitzeugengesprächen303.164 Anwesende

Warum an Schulen?

Weil es nur mehr wenige Zeitzeugen gibt, die wir noch fragen können …

Weil man das vergangene Unrecht nicht vergessen darf …

Weil Gruppenzwang und Gewalt an Schulen zunehmen …

Weil es immer Feindseligkeit und Ausgrenzung gibt ...

Weil Mobbing auf der Tagesordnung steht …

Weil man das Gewissen eines anderen respektieren soll …

Weil man hofft, dass Menschen doch aus Fehlern lernen …

Weil die kriegerischen Auseinandersetzungen kein Ende nehmen …

Weil sich Geschichte leicht wiederholen könnte …

Weil wir das Gebot haben "Liebe deinen Nächsten" ...

Weil wir für Frieden und Gerechtigkeit arbeiten wollen …

Erlass des Bundesministeriums für Zeitzeugengespräche (pdf hier anklicken)

Der pädagogische Wert dieser Zeitzeugengespräche liegt darin, zu zeigen, wozu Intoleranz, geschickt geschürte Vorurteile und verhetzende Propaganda führen können.

Außerdem soll die heutige Jugend dazu angehalten werden, ein gesundes Selbstbewusstsein zu erlernen und ‚nein‘ zu negativem Gruppenzwang (auch bei Alkohol und Drogen), Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten zu sagen.

Aktuelles

Dr. Gerti Malle

596 Seiten, zahlreiche Fotos und Abbildungen

ISBN 978-3-903442-63-4 versandkostenfrei beim Verlag unter bestellung@verlagshaus-hernals.at

Was bedeutet es, seine Überzeugungen über das eigene Leben zu stellen? Dieses Buch erzählt die bewegenden Lebensgeschichten von Kindern, Frauen und Männern, die trotz unvorstellbarer Verfolgung ihren humanistischen Werten treu blieben. Das Buch gibt nicht nur einen tiefen Einblick in die grausamen Mechanismen der Unterdrückung, sondern zeigt auch die erstaunliche Resilienz und Zivilcourage der Verfolgten. Durch Erinnerungsberichte, Abschiedsbriefe, Gedichte und Fotos wird die Geschichte lebendig.

 

Die unbekannten Judenhelfer

Wie Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus jüdischen Mitmenschen beistanden
Christoph Wilker

Bisher weitgehend unbekannt, setzten die Zeugen Jehovas während der Zeit des Nationalsozialismus immer wieder ein Zeichen gegen den vorherrschenden Antisemitismus in der Gesellschaft, indem sie als „jüdisch“ verfolgten Personen halfen. In jahrelanger Recherche hat Christoph Wilker dafür Belege gesammelt und stellt nun einige bewegende Einzelschicksale vor, wie das des jungen Berliners Dagobert Lewin, der 1942 bei einer Familie von Zeugen Jehovas Schutz fand.
Seine Recherchen beleuchten eine bisher wenig beachtete Seite des zivilen Widerstands. „In diesem Buch sind Berichte von Zeugen Jehovas zusammengetragen, die ― spät genug ― ein helles Licht auf einen weithin unbekannten Aspekt der Hilfe für Juden und deren Rettung werfen.“ (Prof. Dr. Wolfgang Benz, Historiker, Antisemitismusforscher).

Bestellung bei Amazon: Die unbekannten Judenhelfer, Christoph Wilker
ISBN 978-3862224357

Und wieder war ich gerettet

Wie Alex Ebstein die Konzentrationslager Auschwitz, Sachsenhausen und Flossenbürg überlebte und zu einem erfüllten Leben fand

von Christoph Wilker

Alex Ebstein lernte schon früh in seinem Leben, nicht aufzugeben. Er musste das lernen, sonst wäre er verloren gewesen. Selbst im Konzentrationslager Auschwitz war er immer davon überzeugt, die Hitlerzeit zu überleben. Im Konzentrationslager Flossenbürg befürchtete er, den Steinbruch nicht zu überleben.

Alex kam 1926 in einer jüdischen Familie zur Welt und wurde mit sechs Jahren eingeschult. Er kam in eine Gemeinschaftsschule für Kinder aus Familien, die anderen Konfessionen als der evangelischen oder der katholischen, angehörten. “In der Schule verspürte ich keinen Hass. Wir Juden wurden normal behandelt. Das änderte sich auch nicht, als Hitler 1933 an die Macht kam”, erinnerte sich Alex. Er bezeichnete sein Elternhaus als jüdisch-liberal. Doch es kam – wie allgmein bekannt – Verweis von der öffentlichen Schule, Verlust von Arbeit und Wohnung, Judenstern, Deportation. Die Fahrt nach Auschwitz waren die letzten Stunden, die Alex mit seiner Mutter verbrachte.

Im Konzentrationslager Sachsenhausen hatte Alex das erste Mal von den “Bibelforschern” gehört. Doch erst im KZ Flossenbürg kam es zu einer ersten persönlichen Begegnung mit einem Mitglied. Alex traf den Ukrainer Daniel Budakowsky. Das war der Wendepunkt in seinem Leben.

ISBN: 978-3-86222-315-2 zu bestellen bei Amazon

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